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    <title>So lebten die Menschen im Schwarzwald</title>
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    <description>Tipps, Infos &amp; Erlebnisse für alle, die mehr über unsere Vorfahren im Schwarzwald wissen wollen</description>
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      <title>So lebten die Menschen im Schwarzwald</title>
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    <item>
      <title>Geständnis nach Folter</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Der lange Abschied von der "peinlichen Examination" 
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wer heute den Begriff "Folter" hört, dem mögen als erstes Unrechtsaaten einfallen, wo diese Methode heute noch praktiziert wird oder in Deutschland noch im 20.Jahrhundert angewendet wurde. Oder er denkt an Hexenprozesse in längst zurückliegenden Zeiten. Dort wurde mit Hilfe der "peinlichen Befragung" die verdächtige Person dazu gebracht wurde, die angeschuldigten Taten zu gestehen und dabei oftmals sogar noch andere Menschen zu verdächtigen, denen dann ebenfalls ein Hexenprozess drohte. 
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der Anwendungsbereich der Folter erstreckte sich jedoch Jahrhunderte lang weit über die Verfahren gegen Hexen hinaus. Auch bei allgemeiner Kriminalität wie Gewalt- oder Eigentumsdelikten wurden gewaltsame Verhörmethoden zur Anwendung gebracht. Voraussetzung war hierfür in der Regel nur, dass ein hinreichender Tatverdacht bestand und der der Verdächtige nicht freiwillig gestand. Ein Geständnis war nämlich in der Regel die Voraussetzung für eine Verurteilung des Täters. Eine Beweisführung und -würdigung wie in modernen Strafprozessen war bis ins 19.Jahrhundert unbekannt. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bei der Folter handelt es sich jedoch keineswegs um ein Relikt des Mittelalters. Die Tortur wurde vielmehr bis weit in das 18.Jahrhunderte praktiziert. In der Württembergischen Kriminalordnung von 1732 ist der Folter noch ein eigenes Kapitel gewidmet.  Für Freiburg ist nachgewiesen, dass dort ein Verdächtiger noch im Jahre 1785 "peinlich examiniert" wurde.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Falsch ist  die Vorstellung, dass die Folter willkürlich, also nach Gutdünken der Verhörperson angewendet wurde.  Wann und wie der Verdächtige gemartert werden durfte, war in Gesetzen wie der Württembergischen Kriminalordnung detailliert festgelegt. Zunächst zeigte der Scharfrichter dem Betroffenen die Folterwerkzeuge nur. Machte dieser danach noch keine Anstalten, ein Geständnis abzulegen, so begann die Folter mit dem ersten von drei Schweregraden.  Jedes Folterinstrument wurde einem Schweregrad zugeordnet. Die Folterung war für jeden Schweregrad zeitlich begrenzt. Die während der Tortur gemachten Aussagen mussten dann nach 24 Stunden in Anwesenheit von sieben ehrlichen Männern ohne Anwesenheit des Scharfrichters vormittags an einem anderen Ort als die Tortur zur Bestätigung  vorgelesen werden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bleibende Schäden – darauf legte die Kriminalordnung Wert – sollte der Gefolterte nicht davon tragen. So ist der Fall der Margaretha Schiemännin überliefert, die nach einer Folterung mit den spanischen Stiefeln im Jahre 1744 einen bleibenden Schaden am Bein davongetragen hatte. Das Königreich Württemberg gewährte ihr einen Kuraufenthalt in Bad Wildbad, damit sich ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen bessern mögen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gingen Fälle von Folterung mehr und mehr zurück. Die Gründe dafür waren vielfältig, In theologischen und juristischen Kreisen wurde immer offener diskutiert, ob die peinliche Befragung tatsächlich noch gerechtfertigt werden kann. Die Aufklärung rückte ein humanistisches Menschenbild in den Vordergrund. Und die Rechtspraktiker beklagten sich, dass sich Kriminelle immer besser auf die Folter einstellten, indem sie zum Beispiel gleich zu Beginn der Folter gestanden, um dann das Geständnis kurz darauf zu widerrufen. Dieses Vorgehen konnte zum Leidwesen der Behörden vielfach wiederholt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Abschaffung der Folter bedeutete aber noch lange nicht, dass keine körperliche Gewalt bei Verhören mehr angewendet wurde. Bis ins 19. Jahrhundert war es üblich, bei Verhören Schläge oder Rutenhiebe anzuwenden, um den Verdächtigen "gesprächig" zu machen. Auch das Wegsperren der Betroffenen in Zellen, in denen sie nicht aufrecht stehen konnten und an Beinen und Armen zusammengeschlossen wurden, gehörte zum Repertoire der Behörden. Der Weg zu dem, was wir heute Rechtsstaat nennen, war lange und mit vielen Rückschlägen gepflastert. Und wir wissen, dass Polizei und Justiz noch im 20.Jahrhundert hierzulande auf Methoden zurückgriffen, die aus dem finstersten Mittelalter stammten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 19 Mar 2023 16:25:44 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Alles andere als romantisch: Heimarbeit im Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/alles-andere-als-romantisch-heimarbeit-im-schwarzwald</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Arbeiten zuhause - Uhrmacher, Strohflechter und Bürstenbinder hatten keine andere Wahl
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00663.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          Es gibt nur wenige Gegenstände, die so eng mit der Geschichte des Schwarzwalds verknüpft sind und bis heute so gut vermarktet werden wie die Uhr. Kein Laden für Mitbringsel kommt ohne Kuckucksuhren in allen Größen und Formen aus. Und wenn es historische Darstellungen der Uhrenproduktion gibt, dann sieht man oft einen Uhrmacher in einem heimeligen Schwarzwaldhaus, konzentriert gebeugt über seinen Holztisch, der voller Werkzeug und den Einzelteilen eines Uhrwerks. Manch einer wünscht sich dann in die Zeit zurück, als die Uhren noch von Hand gefertigt wurden und der Schwarzwälder Uhrmacher abends stolz auf sein Tagwerk zurückblicken konnte.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Die Realität sah anders aus.  Ab der Mitte des 18. Jahrunderts wurde Heimarbeit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Schwarzwald. Dabei ging es nicht nur um die Uhrmacherei. Im Todtnauer Tal wurde Baumwolle zu Garn gesponnen. In der Gegend um Bernau gingen die Schnefler zu Werke, die Kochlöffel, Kübel und Schachteln schnitzten. An anderen Orten gab es Strohflechter, Löffelmacher oder Bürstenbinder. Die Uhrmacherei selbst gliederte sich in Untergewerke wie die Schildmalerei oder die Gestellmacher.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lebensbedingungen der Heimarbeiter waren trostlos. Manchmal besaßen die Familien der Heimarbeiter eine Kuh und ein kleines Feld für die Selbstversorgung, auf dem meist Kartoffeln angebaut wurden. Ihre ärmliche Existanz konnten sie aber nur über die Heimarbeit sichern. Selbstverständlich war, dass Frauen und Kinder sich an der Heimarbeit beteiligten. Arbeitszeiten bis zehn Uhr abends waren keine Ausnahme. Textilfabrikanten haben damit geworben, dass Kinder schon ab sechs Jahren ihren Lebensunterhalt verdienen konnten. Dass Kinder bei der Produktion zuhause mithalfen, sahen Obrigkeit und Kirche nicht ungern. Kinderarbeit sei allemal besser als Müßiggang, so war die allgemeine Auffassung. Erst 1909 wurde die Heimarbeit von Kindern in Baden beschränkt: Fremde Kinder durften von da an erst ab 12 Jahren mitarbeiten, die eigenen Kinder ab 10.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Waren wurden von den Heimarbeitern dabei an Mittelsmänner geliefert, welche auch die Rohprodukte verteilten und die Produktionsergebnisse überwachten. Ein besonderer Missstand war dabei das Trucksystem. Die Mittelsmänner bezahlten die Heimarbeiter nicht mit Geld, sondern mit Gutscheinen für den eigenen Laden, in dem die Waren des täglichen Bedarfs zu überhöhten Preisen weiterverkauft wurden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Gesundheitsgefahren der Heimarbeit waren vielfältig. Die Bürstenmacher infizierten sich über die verwendeten Schweineborsten mit Milzbrand. Die Webearbeiten mussten in feuchter Umgebung, häufig in Kellern verrichtet werden. Rheumatische Erkrankungen waren die Folge. Giftige Dämpfe, die bei der Strohbleiche oder dem Lackieren der Uhrenschilder freigesetzt wurden, schädigten die Lungen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine Wahl hatten die Heimarbeiter dennoch nicht. Denn wer seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst verdienen konnte, dem drohte das Leben auf der Straße oder der Verlust der Heimat. Denn wer als Ortsarmer galt, dem legte die Gemeinde die Auswanderung nahe, nach Ungarn oder Amerika. Dort war die Zukunft noch ungewisser als in der eigenen Werkstatt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 11 Feb 2023 10:05:04 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Fünf Fragen zum Galgentänzer</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/fuenf-fragen-zum-galgentaenzer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Der Galgentänzer - die Romanbiografie der Schwarzwälder Räuberlegende Konstanzer Hans
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Wer war der Konstanzer Hans?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Der Konstanzer Hans hieß mit richtigem Namen Johann Baptista Herrenberger und wurde 1759 in Oppenau im Schwarzwald geboren. Hans verließ mit 18 Jahren seine Familie und begann damit, seinen Lebensunterhalt durch Diebstähle und Raubzüge zu verdienen. Im Schwarzwald war er bald gefürchtet und bewundert für seinen Mut und seine Dreistigkeit. Immer wieder gelang es ihm, der Obrigkeit zu entkommen. Aber die Furcht vor dem Galgen begleitete Hans sein ganzes Leben. Als er in Gengenbach gestellt wird, scheinen seine schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Erzählt der Galgentänzer die wahre Geschichte des Konstanzer Hans?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Die Lebensumstände des Konstanzer Hans sind gut überliefert, weil ein Biograf - möglicherweise der Pfarrer des Gefängnisses - seine langen Gespräche mit dem Konstanzer Hans niedergeschrieben hat. Der Galgentänzer nutzt diese und andere zeitgenössische Quellen.  Alle im Galgentänzer geschilderten Ereignisse und alle dort vorkommenden Personen sind so überliefert. Ergänzt wurden lediglich Details, um die Handlung anschaulich und nachvollziehbar zu machen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Was macht den Konstanzer Hans interessant?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Hans war eine schillernde Figur. Ungünstige Lebensumstände sorgten dafür, dass er eine kriminelle Karriere einschlug. Aber in vielem unterschied er sich von anderen Räubern. Er versuchte Gewalt zu vermeiden, aber er scheute kaum ein Risiko bei seinen Raubzügen. Auch weil er schlau war, gelang es ihm, immer wieder  dem Galgen zu entkommen. Sein Leben lang versuchte er, aus dem Sumpf der Kriminalität zu entkommen, verdingte sich als Soldat oder Quacksalber. Und auch als sein Ende vorgezeichnet schien, versucht er ein letztes Mal, seinem Leben eine neue Wendung zu geben.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Warum gibt es im Galgentänzer einzelne Sachbuchkapitel?
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Neben der Romanbiografie des Konstanzer Hans versucht der Galgentänzer auch ein realistisches Bild des Lebens im Schwarzwald zu vermitteln. Im 18. Jahrhundert lebten zahlreiche Menschen auf der Straße und versuchten wie der Konstanzer Hans durch als fahrende Handwerker, Bettler oder Klein-Kriminelle ein Auskommen zu erlangen. Der Lebensweg des Konstanzer Hans und seine Entscheidungen lassen sich besser nachvollziehen, wenn wir diese Hintergründe kennen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Wie war das Leben auf der Straße zur Zeit des Konstanzer Hans?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Menschen auf der Straße, zur damaligen Zeit "Vaganten" genannt, lebten unter ärmlichsten Bedingungen. Jeder Tag war ein Kampf ums Überleben. Hunger, Krankheit und Gewalt gehörten zum Alltag.  Mit Hilfe der Obrigkeit durfte keiner rechnen, denn es ging immer nur darum, die Vaganten aus dem eigenen Herrschaftsbereich zu verteiben. Trotz dieser deprimierenden Lebensumstände gab es auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl und eine eigene Kultur auf der Straße. Hierzu gehörte zum Beispiel die jenische Sprache, die nur von den Menschen auf der Straße gesprochen und verstanden wurde.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie können den "Galgentänzer" in Ihrer Buchhandlung vor Ort erwerben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kontakt und Bestellmöglichkeit beim Verlag:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Badischer Landwirtschaftsverlag
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frau Carolin Karl, Tel. 0761/27 133-445, verlag@blv-freiburg.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.landlebenbaden.de/"&gt;&#xD;
      
           https://www.landlebenbaden.de/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 30 Oct 2022 08:44:30 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Brände, Pest &amp; Politik</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/braende-pest-politik</link>
      <description>Wer vor dem Kloster St. Peter steht und sich einmal um seine Achse dreht, der kommt eigentlich nicht um den Gedanken herum, dass die Mönche des Klösters, die hier einst lebten, nur zu beneiden waren, in dieser Umgebung zu beten und zu arbeiten. Aber wer an der ausgezeichneten Führung von Hans-Otto Mühleisen durch das Kloster teilnimmt, der wird schnell eines Besseren belehrt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wie das Kloster St. Peter im Schwarzwald fast allen Widrigkeiten trotzte
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wer vor dem Kloster St. Peter steht und sich einmal um seine Achse dreht, der kommt eigentlich nicht um den Gedanken herum, dass die Mönche des Klösters, die hier einst lebten, nur zu beneiden waren, in dieser Umgebung zu beten und zu arbeiten.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Aber wer an der ausgezeichneten Führung von Hans-Otto Mühleisen durch das Kloster teilnimmt, der wird schnell eines Besseren belehrt. Das Leben im Kloster war hart und unsicher. Ganz plastisch wird das bereits zu Beginn der Führung. Um halb vier Uhr am Morgen beteten die Benediktinermönche im Chor. Dass dies im Winter ohne Heizung im frostigen Hochschwarzwald schwer auszuhalten war, liegt auf der Hand. Deswegen findet sich ein Fach dort, wo die Mönche knieten, in das vor der Messe ein heißer Ziegelstein hineingelegt wurde, der für etwas Wärme sorgte, wenn das Möchsgewand beim Gebet ausgebreitet wurde.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Aber es gab Zeiten, da war die Kälte das kleinste Problem der Mönche. Gleich mehrmals wurde das Kloster durch Feuersbrünste zerstört und musste wiederaufgebaut werden. Auch die Pestwellen machten vor der Klosterpforte nicht halt. Wieder und wieder mussten die Möche von vorne anfangen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Ihr heutiges Aussehen erhielt die Klosterkirche erst im 17. und 18.Jahrhundert, als sie in barockem Stil neu erbaut wurde. Deswegen ist das Innere der Kirche mit zahlreichen Figuren und Ornamenten ausgestaltet. Die Kirchenfenster sind nicht bemalt und lassen viel Licht ein, um die ganze Pracht bestaunen zu können.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Noch mehr als durch Feuer war das Kloster durch die Politik gefährdet. Unter verschiedenen Herrschaften mussten die Äbte das Klosterschiff so manövrieren, dass die notwendigen finanziellen Mittel gesichert werden konnten. Fast prophetisches Gespür war gefragt, wenn Baumaßnahmen danach ausgerichtet werden mussten, den Wünschen der weltlichen Herrscher gerecht zu werden. Auch das Herzstück des Klosters - die in jeder Hinsicht beeindruckende Rokoko-Bibliothek - ist Mitte des 18.Jahrhunderts nicht ganz freiwillig erbaut und eingerichtet worden. Es ging darum, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia zu demonstrieren, dass das Kloster nicht Selbstzweck ist, sondern einen Bildungsauftrag für das Kaiserreich erfüllt. Vielleicht war damals schon eine Vorahnung vorhanden, dass sich die Zeiten der klösterlichen Gemeinschaft dem Ende näherten. Napoleon schließlich war es, der wenige Jahrzehnte später dafür sorgte, dass das Kloster St.Peter 1806 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Ein Glücksfall für den Schwarzwald ist es, dass das Kloster heute noch erhalten ist und als Geistliches Zentrum genutzt wird. An diesem Glück können die Besucher des Klosters teilhaben, wenn sie an einer solchen Führung teilnehmen, die den Betrachter nicht nur einmal staunen lässt. Die aktuellen Termine der Führungen finden Sie auf den
          &#xD;
    &lt;a target="_blank" href="https://www.geistliches-zentrum.org/klosterfuehrungen-2/"&gt;&#xD;
      
           Seiten des Geistlichen Zentrums St.Peter
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          .
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuer Texthttps://www.geistliches-zentrum.org/klosterfuehrungen-2/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 10:38:41 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/braende-pest-politik</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00622.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kultur(ur)wald - Mehr Licht im dunklen Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/kultur-ur-wald-mehr-licht-im-dunklen-schwarzwald</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Das Franziskanermuseum in Villingen klärt über Schwarzwaldmythen auf
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00665.JPG"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was im Schwarzwald passierte, bevor die Klöster ab dem 9. Jahrhundert auf den Plan traten und mehr und mehr Flächen urbar machten, darüber gibt es verschiedene Ansichten. Verbreitet ist das Bild des Schwarzwalds als undurchdringlichem Dschungel, den selbst die Römer und die Germanen mieden. Erst die Mönche hätten erste Schneissen 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    
          in die Wälder geschlagen, die Viehzucht und Ackerbau ermöglichten. Eine andere Ansicht, die in den letzten Jahren viele Anhänger gefunden hat, ist das Bild des Schwarzwalds, in dem vorgeschichtliche Einwohner vielerlei Spuren hinterlassen haben. Zu diesen Spuren gehören außergewöhnliche Steinformationen wie z.B. die Giersteine bei Forbach oder die Schalensteine im Schonacher Wald. Hier sollen Kelten oder Germanen bereits lange vor den Mönchen kultische Bräuche gepflegt haben.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Die Austellung "Kultur(ur)wald", die noch bis zum 16. Oktober 2022 im Franziskanermuseum in Villingen zu sehen ist, schließt sich keiner dieser Meinungen an, sondern präsentiert auf der Grundlage des aktuellen Stands der archäologischen Forschung eine eigene Sicht der Dinge: Ja, Teile des Schwarzwalds waren schon lange vor den Klostergründungen besiedelt. Und nein, die vermeintlichen Spuren kultischer Objekte sind in aller Regel das Ergebnis von geologischen Prozessen und wurden nicht von den "Ureinwohnern" des Schwarzwalds geschaffen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Warum wir lange Zeit glaubten, der Schwarzwald sei ein lebensfeindlicher Urwald gewesen, wird von den Ausstellungsmachern überzeugend erklärt. Zum einen verhindert der saure Waldboden, dass Zivilisationsspuren wie Keramikscherben bis in die Gegenwart konserviert wurden. Zum anderen gibt es - verglichen mit anderen Gegenden - relativ wenig Erdbewegungen im Zuge von Baumaßnahmen. Und bei solchen Erdbewegungen treten eben häufig Spuren der Vergangenheit in Form von Zufallsfunden offen zu tage.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass sich das Bild vom menschenleeren Schwarzwald so lange hielt, hängt aber auch damit zusammen, dass die Klostergünder selbst ein Interesse an seiner Verbreitung haben. Sie wollten sich selbst als diejenigen darstellen, die Zivilisation in den Schwarzwald brachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstaunlich und spannend sind die zahlreichen Indizien, die im Franziskanermuseum zusammengetragen werden, um den ersten Besiedlern des Schwarzwalds auf die Spur zu kommen. So konnte zum Beispiel durch Pollenanalysen festgestellt werden, wann es an bestimmten Orten zeitweise verstärkt Gräser statt Bäume gab - ein deutlicher Hinweis auf menschliche Eingriffe. Bahnbrechend sich auch die Forschungen zur Bergbaustadt Neuenbürg, wo die Kelten bereits im sechsten bis vierten Jahrhundert vor Christus in großem Umfang Eisenerz abbauten und verhütteten. Zahlreiche Funde wie der oben dargestellte Gesichtshelm belegen auch, dass die Römer keinesfalls einen weiten Bogen  um den Schwarzwald machten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Kultur(ur)wald" ist eine Ausstellung, die tatsächlich Licht in den vermeintlich undurchdringlichen Schwarzwald bringt. Schade, dass die Ausstellung schon am 16. Oktober endet. Schön wäre es, wenn "Kultur(ur)wald" auch an anderen Orten gezeigt werden könnte, um dazu beizutragen, Vorurteile und Mythen über den Schwarzwald richtig zu stellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bild oben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesichtshelm aus der römischen Kaiserzeit gefunden in Nagold-Pfrondorf
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 24 Sep 2022 10:32:20 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/kultur-ur-wald-mehr-licht-im-dunklen-schwarzwald</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vogtsbauernhof - Geschichte hautnah erleben</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/vogtsbauernhof-geschichte-hautnah-erleben</link>
      <description>"Gute Reise" lautet das Jahresmotto des Schwarzwälder Vogtsbauernhofs. In zahlreichen Veranstaltungen und einer Sonderausstellung wird das Thema Reisen im Schwarzwald mit seinen unterschiedlichen Aspekten beleuchtet.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Das Schwarzwälder Freilichtmuseum ist in die Saison 2022 gestartet
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 16 Apr 2022 05:07:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/vogtsbauernhof-geschichte-hautnah-erleben</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Was geschah am 17. April 1936 auf dem Schauinsland?</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/was-geschah-am-17-april-1936-auf-dem-schauinsland</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Ein Schneesturm kostete fünf englischen Schülern das Leben
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/Abbildung+36+Einige+der+%C3%BCberlebenden+Sch%C3%BCler.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Es war der Morgen des 17. April 1936. In Freiburg lag Schnee-Griesel auf den Dächern und in den höheren Lagen hatte es kräftig geschneit. Die Wettervorhersage für den Tag sagte weiteren Schneefall voraus.  In der Jugendherberge Peterhof befanden  sich zu diesem Zeitpunkt 27 britische Schüler im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, die am Tag zuvor aus London eingetroffen waren. Sie waren mit einem Lehrer auf einer privat organisierten Schülerreise. An dem Morgen bereiteten sie sich auf eine lange Wanderung vor. Es sollte zur Jugendherberge Radschert in Todtnauberg gehen, eine schon bei gutem Wetter anspruchsvolle Tour über mehr als 20 Kilometer.  Der Lehrer Kenneth Keast (Bild: rechts unten) entschied sich, gegen alle Widrigkeiten, die geplante Tour durchzuführen. Die Ausrüstung, die er für sich und seine Schüler vorsah, war dabei mehr als unzureichend: Die Schüler waren mit kurzen Hosen und Halbschuhen bekleidet gewesen. Als Vesper packte jeder zwei Brote und eine Orange ein. Und die Karte des Lehrers mit einem Maßstab von 1 : 100.000 war für Wanderungen völlig unzureichend.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 19 Feb 2022 05:55:55 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/was-geschah-am-17-april-1936-auf-dem-schauinsland</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/blizzard-gf230b150b_1920.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Die Skier hat er mit Kreide auf eine Tafel abgezeichnet."</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/die-skier-hat-er-mit-kreide-auf-eine-tafel-abgezeichnet</link>
      <description>Ernst Köpfer entdeckte einst in Bernau norwegische Skifahr-Pioniere und war fasziniert von dem, was er sah. Sein Ehrgeiz und Erfindungsreichtum sorgten dafür, dass Skier "Marke Feldberg" tausendfach durch den Schwarzwald gleiteten. Schwarzwald-Geschichte sprach mit seinem Enkel Walter Strohmeier, der in Bernau das Ski-Köpfer-Museum betreibt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wie die Skier "Marke Feldberg" den Schwarzwald eroberten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/Marke+Feldberg.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Schwarzwald-Geschichte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Wie wurde so ein Ski damals hergestellt?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Walter Strohmeier
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Die Vorarbeiten wurden im Sommer erledigt. Das Holz wurde eingeschlagen und die Skier grob vorgesägt. Dann musste das Holz getrocknet werden. Wenn das Holz nicht trocken genug war, hat der Ski sich später verbogen. Im Winter wurde dann der Ski genau ausgesägt. Dann wurden die Spitzen gebogen, indem sie in heißes Wasser eingetaucht und in um Wagenrad eingespannt wurden.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Schwarzwald-Geschichte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Was ist dann aus der „Marke Feldberg“ geworden?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Walter Strohmeier
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : 1953 starb mein Großvater. Bis zum letzten Tag seines Lebens hat er Skier produziert. Danach war niemand mehr da, um die Firma fortzuführen. Hinzu kam, dass die Zeit des Holzskis damals zu Ende ging. Der Kunststoffski hat den Markt erobert. Darauf wollte sich aber mein Großvater in seinen späten Lebensjahren nicht mehr einlassen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Schwarzwald-Geschichte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Ernst Köpfer war nicht nur ein innovativer Unternehmer. Er war auch begeisterter Skifahrer.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Walter Strohmeier
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Skifahren war seine Leidenschaft. Um 1912 legte er eine Prüfung ab und war ein gefragter Skikursleiter. Auch da gehörte er zu den Pionieren. Die besten Skifahrer waren damals aber andere, z.B. der Schwarzwälder Ernst Bader, der 1919 bei dem Film „Wunder des Schneeschuhs“ mitwirkte.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Schwarzwald-Geschichte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Sie betreiben heute mit großem Enthusiasmus das „Ernst-Köpfer-Museum“ in Bernau. Was gibt es dort zu sehen?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Walter Strohmeier
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           : Die Ausstellung dokumentiert die Anfänge des Skifahrens im Schwarzwald. Dort kann man den ersten Ski bestaunen, den mein Großvater 1892 gebaut hat, den Vorläufer der Serie „Marke Feldberg“. Auf einer Schellack-Platte können die Besucher des Museums noch den Originalton meines Großvaters hören, der im Jahre 1952 seine Geschichte selbst erzählt. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bilder: Walter Strohmeier www.ski-koepfer.de
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Jan 2022 16:25:20 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/die-skier-hat-er-mit-kreide-auf-eine-tafel-abgezeichnet</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/ErnstK%C3%B6pfer.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/ErnstK-C3-B6pfer-6984f40d-4e96726d.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Als ein Esel über das Kloster entschied</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/als-ein-esel-ueber-das-kloster-entschied</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Allerheiligen: Ausflug ins Mittelalter
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20220101_140106462-9053e500.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wer den Weg über die zahlreichen Treppenstufen des Allerheiligen Wasserfalls bei Oppenau zum gleichnamigen Kloster geschafft hat, der kann erahnen, wie abgelegen das Kloster erst in Zeiten des Mittelalters gelegen haben muss, als die Kutsche als luxuriöseste Fortbewegungsmittel nur den besten Kreisen vorbehalten war. Und der fragt sich auch, wie die Gründerin des Klosters Uta von Schauenburg im Jahre 1192 dazu kam, genau an diesem Ort ein Kloster zu gründen. Die Antwort darauf gibt eine Sage. Nach dieser Sage soll ein Esel losgeschickt worden sein, der mit einem Geldsack beladen war. Dort wo er den Geldsack abwirft, da sollte der zukünftige Ort des Klosters sein. Vom Anstieg ermüdet habe der Esel den Geldsack auf den Anhöhen des Lierbachtals abgeworfen und der Geldsack rollte genau dorthin, wo heute das Kloster steht.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerheiligen gehörte von seiner Gründung an zum Orden der Prämonstratenser. In seiner über 600jährigen Geschichte  war das Überleben des Klosters mehr als einmal gefährdet. Mehrfach wurde das Kloster durch einen Brand teilweise zerstört und wiederaufgebaut. Im Bauernkrieg plünderten wütende Bauern 1525 die Kirche und nur durch Zahlung von 100 Gulden konnten sie zur Rückgabe des Raubguts bewegt werden. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte das Kloster seine Blütezeit. Ab 1740 wurde hier ein Gymnasium mit Internat betrieben, das mehr als 50 Schüler besuchten. Das Kloster entwickelte sich zu einem bekannten Wallfahrtsort, zu dem an manchen Tagen bis zu 2.000 Gläubige pilgerten. Die Bibliothek des Klosters umfasste Ende des 18. Jahrhunderts mehr als 5.000 Bände. Gleichzeitig kündigten sich jedoch mit der französischen Revolution auf der anderen Seite des Rheins bereits die Vorboten der Säkularisierung an. Napoleon und der von ihm erwirkte Reichsdeputationshauptschluss waren es schließlich, welche für das Ende des Klosters sorgten.1802 hob Karl Friedrich von Baden das Stift auf. Die Mönche verließen ein Jahr später das Kloster. Bald darauf wurden die Gebäude zum Abbruch freigegeben.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Allerheiligen hat aber mehr Spuren als nur Steine hinterlassen.  Das Kloster war  die Heimat vieler Schüler, die später überregionale Bekanntheit erlangten wie z. B. der Mathematiker Adrianus Eisenmann, der Heidelberger Theologe Franz Xaver Merk und der badische Revolutionär Joseph Ignatz Peter. Auch ein legendärer Schwarzwälder Räuber verbrachte hier große Teile seiner Kindheit : Johann Baptista Herrenberger alias Konstanzer Hans, der 1759 in Oppenau geboren wurde. Er war allerdings kein Schüler des Internats. Im Kloster weilte er, weil sein Vater als reisender Handwerker dort im Sommer eine Anstellung fand.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Reste des Klosters können noch heute besichtigt werden und sind allemal einen Ausflug wert. Die Ruine der Klosterkirche, der Klostergarten und ein kleines Museum ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern eine kleine Reise in die Zeiten, als Klöster die Keimzellen von Bildung und Kultur waren. Vielleicht kann der eine oder die andere sich dann Mark Twain anschließen, der 1878 von seinem Ausflug nach Allerheiligen berichtete: "Hier waren die braunen und anmutigen Ruinen ihrer Kirche und ihres Konvents, die bewiesen, dass auch die Priester vor siebenhundert Jahren bereits den gleichen guten Riecher hatten, die besten Winkel und Ecken eines Landes aufzuspüren, wie heute.“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quelle:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wikipedia
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mark Twain: "A Tramp uproad"
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Schöll, Ulrich Johann: "Konstanzer Hanß eine schwäbische Jauners-Geschichte aus zuverlässigen Quellen geschöpft und pragmatisch bearbeitet“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 06 Jan 2022 09:18:47 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/als-ein-esel-ueber-das-kloster-entschied</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Heiraten im Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/heiraten-im-schwarzwald</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Nur eine Frage der Liebe?
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heiraten auf eineinhalb Quadratmetern im kleinsten Trauzimmer Deutschlands in Triberg oder in den Tiefen des Bergwerks Teufelsgrund im Münstertal - spezielle Hochzeits-Locations haben auch im Schwarzwald Hochkonjunktur. Vom Ja-Wort über die Bewirtung der Gäste bis zum Hochzeitsfilm, für das Ereignis des Lebens wird kein Aufwand gescheut. Und dass aus Liebe geheiratet wird, daran lassen die Protagonisten einer Hochzeit heute keinen Zweifel.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Frage nach der Liebe bei der Hochzeit war nicht immer so eindeutig zu beantworten. Dass sich Ehepartner innerlich tief verbunden sind, das war sicher auch in der Vergangenheit der Idealfall. Aber noch im vorigen Jahrhundert waren andere Motive mindestens genauso wichtig: die Sicherstellung der Ernährung, das Ansehen im D
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           orf, die religiösen Gepflogenheiten. Bauernsöhne heirateten in der Regel Bauerntöchter aus dem gleichen Dorf, denn Bauern hatten das höchste Ansehen und boten Gewähr für ein sicheres Familieneinkommen. Heiraten war Mittel zum Zweck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über Jahrhunderte hinweg konnte, wer nicht schon Bauer war, praktisch nur durch Heirat in den Bauernstand aufsteigen, am einfachsten durch die Ehe mit einer verwitweten Bäuerin. Deren „Heiratswert“ war gesunken, wenn sie bereits Kinder hatte, die den Hof erbten. Starb der Ehemann und war der jüngste Sohn noch zu jung für die Hofübernahme war, so musste sich die Bäuerin unter großem Zeitdruck einen neuen Partner suchen. Ohne Bauer auf dem Hof war das Überleben nicht gesichert. Noch im 18. Jahrhundert war es für Bäuerinnen im Hochschwarzwald nicht außergewöhnlich, innerhalb von zwei Monaten nach dem Tod ihres Ehemanns wieder zu heiraten. Mehr Zeit gab es nicht für Trauer und Partnersuche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 13 Nov 2021 05:51:34 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Der Mythenbildung fundierte Kenntnisse entgegensetzen"</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/der-mythenbildung-fundierte-kenntnisse-entgegensetzen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Interview mit Peter Graßmann, Kurator der Ausstellung "KULT(UR)WALD" zur Besiedlung des Schwarzwalds
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Franziskanermuseum in Villingen-Schwenningen zeigt ab Mai 2022 eine Ausstellung mit dem Titel "KULT(UR)WALD" zur Besiedlung und Erschließung des Schwarzwalds. Peter Graßmann betreut diese Ausstellung als Kurator.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwarzwald-Geschichte.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hatte Gelegenheit, ihm einige Fragen zum Konzept der Ausstellung zu stellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Schwarzwald-Geschichte.de
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : Können Sie denn schon etwas über die Exponate der Ausstellung sagen? Wird es Highlights geben, die so noch nicht gezeigt wurden? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Peter Graßmann
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           : Da der Leihverkehr noch läuft, möchte ich zu den Exponaten noch nichts sagen. Wir werden Objekte aus verschiedenen Museen zeigen, bisher nicht ausgestellte Leihgaben des Landesamts für Denkmalpflege sowie Objekte aus unseren eigenen Beständen: Waffen, Schmuck, Alltagsgegenstände, Skulpturen und Reliefs, aber auch kunsthistorische Objekte, die die Auseinandersetzung der Schwarzwälder mit ihrer eigenen (Vor-)Geschichte beleuchten. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Schwarzwald-Geschichte.de:
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Bitte schildern Sie doch kurz, wie im Franziskanermuseum eine solche Ausstellung vorbereitet wird. Welche Arbeit haben Sie bis zur Eröffnung noch vor sich? 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Peter Graßmann:
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Wir erarbeiten die Ausstellung gemeinsam mit den Archäologen Dr. Dorothee Ade und Dr. Heiko Wagner. Nach einer Phase der Ideenfindung, die bereits 2020 begann, begaben wir uns auf die Recherche nach möglichen Exponaten, was mit intensivem Quellenstudium verbunden war. Zur Besiedlung des Schwarzwalds liegt ein umfangreicher wissenschaftlicher Bestand vor, der von uns gesichtet und geordnet werden musste. Auf die Erstellung der Exponatliste folgten die Leihanfragen bei möglichen Leihgebern sowie die räumliche Ausarbeitung mit unserem Partner Abele Ausstellungsgestaltung. Die Arbeit entwickelt sich also schrittweise "vom Groben ins Feine". Dabei erfahren wir großartige Unterstützung vom Landesamt für Denkmalpflege, dem Alemannischen Institut sowie zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zur Frühgeschichte des Schwarzwalds geforscht haben und mit denen wir uns unter anderem in zwei Experten-Symposien austauschten. Wichtige Meilensteine, die noch vor uns liegen, sind die Ausarbeitung der Ausstellungstexte, die Entwicklung von Mitmach- und Pädagogikstationen sowie die Herausgabe der Begleitschrift, die pünktlich zur Ausstellungseröffnung erscheinen soll und die Themen vertiefend behandelt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bildquellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Magdalenenberg-Ausstellung des Franziskanermuseums: © Franziskanermuseum
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Portrait Peter Graßmann: © Joanna Haag
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 17 Oct 2021 04:58:29 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Alles jauchzet und schreit"</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/alles-jauchzet-und-schreit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Ausschweifende Hochzeitsfeiern waren nicht jedermanns Freude
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Man könnte in Zeiten der Corona Pandemie fast neidisch werden, wenn man liest, was ein Schwarzwälder Zeitgenosse im Jahre 1608 über eine Hochzeit im Fürstenbergischen zu berichten weiß:
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bereits am Morgen sei man in Haufen zu den Brautleuten gezogen, wo man „sich zu Tisch setzt, mit Suppe, Fleisch und Gebackenem gespeist wird.“ Dort werde auch „Wein im Überfluss hingestellt, sodass sich alle vollkröpfen und vollsaufen“. Das gehe so weit, „dass alles jauchzet und schreit“. Die Kirchgänger „fallen (…) von einer Wand zur anderen“. Beim Hochzeitsmahl fingen alle an „zu schreien und singen“. Einen Tag später gingen die Feierlichkeiten gerade weiter, so dass am Nachmittag „alles toll und voll“ im Wirtshaus sitze.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Anders als der Leser heute vermuten könnte, handelte es sich bei der Beschreibung nicht um einen genüsslichen Rückblick auf ein rauschendes Fest, sondern um die Beschwerde an die landesherrschaftliche Obrigkeit, einem derartigen Treiben doch zukünftig einen Riegel vorzuschieben.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genutzt haben derartige Eingaben wenig, denn Hochzeiten waren ein willkommener Anlass, für einige Stunden den mühseligen Arbeitsalltag zu vergessen. Und sie schweißten die Schwarzwälderinnen und Schwarzwälder zusammen. An einer Hochzeitsfeier nahm in der Regel das ganze Dorf oder zumindest ein Vertreter jeder Familie teil. Jeder Eingeladene musste seine eigene Zeche bezahlen. Das Brautpaar hingegen wurden vom Wirt freigehalten. Das Hochzeitsmahl umfasste dabei bis zu 12 Gänge. Typische Speisen waren Rindfleisch mit Meerrettich, Schweinefleisch mit Sauerkraut &amp;amp; Bratwürsten oder gebackene Kalbsfüße und Zwetschgen. Der Wein wurde in Doppellitern auf den Tisch gestellt. Mitunter waren die Feiern so anstrengend und Kräfte zehrend, dass die die Teilnehmer des Hauptmahls abends durch andere Familienmitglieder abgelöst wurden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dennoch regte sich immer wieder das schlechte Gewissen. Vielerorts fürchtete man die Strafe Gottes bei übermäßigen Ausschweifungen. Krankheitsepidemien wie Pest oder Hungersnöte wurden dann interpretiert als die Folge von hemmungslosen Feierlichkeiten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Deswegen versuchte die Obrigkeit immer wieder, der überschäumenden Feierlaune Einhalt zu gebieten. So dienten zum Beispiel in Freiburg Hochzeitsordnungen dazu, Luxus und zu viel Müßiggang zu verhindern sowie die soziale Abstufung zu wahren. Reglementiert wurden die Anzahl der Gäste je Stand, die Menge der Speisen und Getränke ebenso wie der Wert der Geschenke und die Erlaubnis zum Tanz. Schon 1380 beschloss der Freiburger Rat, dass nicht mehr als 12 fahrende Leute auf einer Hochzeit anwesend sein sollten, deren Entlohnung genau festgelegt wurde. 1424 und 1425 wurde bestimmt, dass nur die nächsten Verwandten einzuladen seien. Nach einer Verordnung von 1484 durften nicht mehr als 20 Personen eingeladen werden und die Feier durfte nicht länger als zwei Tage dauern. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ob diese Verordnungen erfolgreich waren, darf bezweifelt werden. Denn die Lust  zu feiern war früher und ist auch heute noch stärker als alle Versuche, sie dauerhaft einzuschränken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 26 Sep 2021 05:42:40 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Leben im Kloster</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/leben-im-kloster</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wie von Hirsau aus der Alltag vieler Mönche bestimmt wurde
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/Alpirsbach1-95461e2a.jpg" alt="Latein-Lehrbuch aus dem Kloster Alpirsbach"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Im Schwarzwald gab es zahlreiche wichtige Klöster: Alpirsbach, St.Trudpert im Münstertal, St. Märgen oder St. Peter sind nur einige Orte, die überregional eine große Anziehungskraft für die Menschen ihrer Zeit hatten. Eine ganz besondere Bedeutung jedoch erlangte Hirsau. Bereits seit dem 8. Jahrhundert war hier ein Stützpunkt der Christen für die Missionierung im Nordschwarzwald.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Klösterliches Leben entstand in Hirsau bereits vor dem Ende des ersten Jahrtausends.  Den größten Einfluss hatte das Kloster im 11. Jahrhundert. Hunderte von landwirtschaftlichen Gütern werden von hier aus verwaltet und mehr als dreißig Dörfer regiert. Wilhelm von Hirsau formulierte angelehnt an die vom Kloster Cluny in Frankreich ausgehenden Reformbewegung die „Consuetudines Hirsaugienses“ (Hirsauer Gewohnheiten).  Sie zeichnen ein detailliertes Bild, wie das Klosterleben aussieht oder zumindest nach dem Wunsch des Abtes aussehen soll. Nach dem Hirsauer Vorbild wurden 120 Klöster reformiert.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Kaum ein Vorgang des täglichen Lebens wird in den „Consuetudines“ ausgelassen. Es wird vorgeschrieben, wie die Mönche zu gehen, zu sitzen oder zu liegen haben. Es gibt Instruktionen, wie und wann sich die Mönche waschen, wie oft sie baden dürfen und welche Schuhe sie anzuziehen haben. Selbst das Schneiden der Fußnägel oder das Verrichten der Notdurft auf der Latrine wird nicht ausgespart.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Wie viel Sorgfalt der Abt aufwendet, um kein Ereignis dem freien Willen der Mönche zu überlassen, illustrieren die Vorgaben für den Fall eines Gewitters. Bei einem Unwetter soll – so sehen es die Klosterregeln vor – ein Kreuz mit Reliquien und Weihwasser in Richtung des herannahenden Sturms aufgerichtet werden. Gleichzeitig müssen die beiden großen Glocken geläutet werden. Die Mönche haben im Fall größter Gefahr zwar nicht im Laufschritt, aber schneller als üblich in die Kirche zu gehen. Dort ist gemeinsam eine Litanei anzustimmen. Die sieben Psalmen müssen so lange gebetet werden, bis das Unwetter vorübergezogen ist.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Wichtig für das klösterliche Zusammenleben ist es, so wenig wie möglich zu reden. In Gottesdiensten, im Schlafsaal oder bei Mahlzeiten ist jedes Wort verboten, ansonsten wird nur das Notwendigste erlaubt. Worte wie „ich“ und „mein“ sind dabei verpönt, außer ein Mönch spricht von seinen Eltern oder seinen Sünden. Um eine Kommunikation im Kloster zu ermöglichen, führt Abt Wilhelm eine Zeichensprache mit insgesamt 359 Begriffen ein, quasi eine Taubstummensprache für Mönche, die hören und sprechen können.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit die klösterlichen Regeln auch eingehalten werden, sieht Abt Wilhelm ein ausgefeiltes System von sogenannten „Circatores“ vor. Deren Aufgabe ist es, die Mönche fortlaufend zu beobachten und Verstöße gegen die Ordnung des Klosters zu melden. Bei den Sitzungen des Kapitels werden die Verstöße dann geahndet. Bei einfachen Verstößen bleibt es bei der Ermahnung, bei Wiederholungen wird zur Rute gegriffen. Für Unbelehrbare gibt es einen Kerker mit Zellen, die weder Fenster noch Türen haben. Der sündhafte Mönch wird von oben durch eine Luke in den Raum herabgelassen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Auch für den Tagesablauf gibt es klare Vorgaben: Der Tag eines Hirsauer Mönchs beginnt eine halbe Stunde nach Mitternacht mit dem nächtlichen Gebet. Danach kann sich der Mönch nochmals zu Bett begeben, bis zum Morgengebet um vier Uhr. Anschließend ist wieder Bettruhe. Um sechs Uhr versammeln sich die Mönche abermals zum Gebet. Eine halbe Stunde nach sieben Uhr beginnt die Morgenmesse, und um neun Uhr wird die Terz gebetet. Der weitere Arbeitstag wird durch das Mittagsgebet und die Non unterbrochen. Er endet um 16.30 Uhr mit der Vesperfeier. Nach dem Abendessen begegnen sich die Mönche ein letztes Mal zum Nachtgebet, das den Tag im Kloster abschließt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nicht ganz so häufig wie zu den Gebeten trifft man sich zum Essen. Im Winter ist nur eine tägliche Mahlzeit vorgesehen, im Sommer sind es zwei. Immerhin ist für Abwechslung gesorgt: Neben Brot, Bohnen, Milch und Eiern, Obst und Gemüse gibt es häufig Fisch und – außerhalb der Fastentage – auch Fleisch.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Trotz aller Strenge – das Klosterleben ist für einen Menschen des Mittelalters alles andere als unattraktiv. Nach Einführung der strengen Hirsauer Regeln erlebt das Kloster im Nordschwarzwald einen regen Zulauf. Hirsau wächst in wenigen Jahren auf mehrere Hundert Mönche an.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Einschränkung der individuellen Freiheit ist offensichtlich kein Faktor, der die Menschen abhält, sich den klösterlichen Regeln zu unterwerfen. Von viel größerer Bedeutung ist die Nähe Gottes und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Brüder oder Schwestern. Die Regeln werden akzeptiert als Unterstützung im Kampf jedes Einzelnen und der Gemeinschaft gegen die Versuchungen des Bösen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Schreiner, Klaus: „Hirsau I Lebens- und Verfassungsformen eines Schwarzwaldklosters“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Urban, Wolfgang: „Wilhelm von Hirsau“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Würfel, Maria: „Lernort Kloster Hirsau“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Greiner, Karl: „Hirsau, seine Geschichte und seine Ruinen“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wikipedia Artikel "Hirsauer Reform" und "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kloster Hirsau"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 15 Aug 2021 05:33:21 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wieso der Schwarzwald heute fast Abnoba-Gebirge heißen würde</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/warum-der-schwarzwald-heute-fast-abnoba-gebirge-heissen-wuerde</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Warum heißt der Schwarzwald so?
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116621.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Die Erklärung ist naheliegend und weit verbreitet: Der Schwarzwald wurde eben Schwarzwald genannt, weil er so dunkel und undurchdringlich ist. Oft wird auf die dichten Fichtenbestände verwiesen, die tatsächlich wenig Licht durchlassen. Manch einem fällt noch die lateinische Bezeichnung "silva nigra" ein, was so viel bedeutet wie schwarzer Wald.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Aber ganz so einfach ist es nicht. Richtig ist natürlich, dass der Schwarzwald zu Zeiten der Römer ein Urwald war, der tatsächlich nur an den Rändern besiedelt wurde. Für die Römer gab es keine Veranlassung, das unwirtliche Gebirge zu erschließen. Aber die dichte Bepflanzung mit Fichten ist erst das Ergebnis von Wiederaufforstungsmaßnahmen, die insbesondere im 19.Jahrhundert notwendig wurden, weil große Teile des Schwarzwalds abgeholzt waren.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Viele Jahrhunderte zuvor nutzten römische Chronisten für das Gebiet des heutigen Schwarzwalds die Bezeichnung "mons abnobae", was soviel wie Gebirge der Abnoba bedeutet. Zum ersten Mal findet sich diese geografische Bezeichnung 77 n. Chr. bei Plinius dem Älteren. Auch Tacitus und der griechische Mathematiker Claudius Ptolemäus sprachen vom Abnoba-Gebirge. Abnoba ist ursprünglich eine Muttergöttin der keltischen Religion. Die Römer verleibten sich die Göttin ein und setzten sie mit der Göttin Diana gleich. Abnoba wurde der Schutz des Waldes und der dort lebenden Tiere zugeschrieben. Neben "mons abnobae" nutzten die Römer auch den Begriff "marciana silva" (Marczynischer Wald). Der Schwarzwald bildete wohl die Grenze zum Gebiet der Markomannen („Grenzleute“), die zum Volk der Sueben gehörten. 
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schwarze tauchte erst später auf: In einer Urkunde aus St. Gallen werden erstmals im Jahre 868 Besitzungen "in saltu svarzwald" lokalisiert. Im Mittelalter wird für den Schwarzwald auch in den lateinisch verfassten Urkunden die Bezeichnung "silva nigra" gewählt, was übersetzt nichts anderes heißt als schwarzer Wald. Warum sich diese Bezeichnung durchsetzte, ist noch nicht ganz geklärt. Möglicherweise spielte tatsächlich eine Rolle, dass es sehr lange dauerte bis der Schwarzwald besiedelt wurde und große Teil en des Gebirges daher etwas Undurchdringliches oder sogar Magsiches anhaftete. Eine originellere Erklärung der Herkunft des "Schwarzen" findet sich in der Literatur des 19. Jahrhunderts: Der Fluss Neckar wurde ursprünglich im Lateinischen mit "Nicer" bezeichnet. Der "silva nicra" war nach dieser Herleitung der am Neckar gelegene Wald. Alleine durch den Austausch eines Buchstaben in nicra - vielleicht in einer unsauberen Textübertragung - würde man zum "silva nigra" kommen, unserem Schwarzwald.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei allen Unsicherheiten aber ist eines sicher: Mag bei dem Begriff Schwarzwald nicht unbedingt etwas heiter-unbeschwertes mitschwingen, so können sich doch zumindest all die vielen Autoren von Schwarzwald-Krimis keinen besseren Namen für diese Gegend wünschen. Denn wer denkt bei Schwarzwald nicht an einen Wald voller dunkler Geheimnisse, die nur darauf warten, von einem kauzigen Kommissar entschlüsselt zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quellen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           https://de.wikipedia.org/wiki/Abnoba
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Helmut Horn: "Abnoba - Eine Zusammenfassung alter und neuer Forschungserkenntnisse" unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           http://www.geschichte-schiltach.de/files/2016-03-12_Helmut_Horn_Abnoba_2016.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Linde, P.A.: "Die Porta nigra und das Capitolium der Treviris. " Trier 1852
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzwald
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 16 Jul 2021 09:31:52 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rätselhafte Alamannen</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/raetselhafte-alamannen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Einen Besuch wert: Das Alamannenmuseum in Vörstetten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer Lust hat, kann im Alamannemuseum nicht nur Sinneseindrücke sammeln, sondern auch einiges lernen. Ab dem dritten Jahrhundert drangen die Alamannen von Nordosten in den Schwarzwald. Sie nutzten das Machtvakuum, das die Römer hier hinterließen, weil sie sich nicht zuletzt aufgrund vielfältiger innen- und außenpolitischer Krisen in dem Reich mehr und mehr zurückzogen. Die Alamannen kamen und sie blieben - auch in Vörstetten. Über die Jahrhunderte hinweg war ihre Beziehung zu den Römern von Kooperation wie von Konflikt geprägt. Sie hinterließen nicht viele Spuren, ihre Toten haben sie verbrannt. Aber es reicht für die Archäologen des Vörstetter Museums aus, um uns einen Einblick in das Leben dieses Volksstamms zu geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Besuch im Alamannemuseum ist allemal lohnenswert. Wer aber besonders tief in das Leben der Alamannen eintauchen will, der sollte sich die Hofbelebungs-Wochenenden vormerken: Am 10./11. Juli, 25./26. September und 16./17.Oktober 2021 ziehen leibhaftige Alamannen in das Freilichtmuseum ein. Alle Besucherinnen und Besucher sind dann eingeladen, ihnen in ihrem Alltag zuzuschauen, beim Flechten und Schmieden genauso wie beim Kochen und Essen. Weitere Informationen hierzu und zu anderen Veranstaltungen gibt es auf der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.alamannen-museum.de/termine-infos.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Webseite
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.alamannen-museum.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Alamannenmuseums
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 04 Jul 2021 07:24:20 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/raetselhafte-alamannen</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Größtes Lawinenunglück in Deutschland</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/groesstes-lawinenunglueck-in-deutschland</link>
      <description>Ein historisches Buch nahe an den Fakten zu schreiben und gleichzeitig den Leser zu fesseln, ist eine Gratwanderung, die nicht jedem Buchautor gelingt. Julia Heinecke ist sie mit ihrem Buch "Schneebruch", erschienen 2021 im Gmeiner Verlag, geglückt.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Prädikat lesenswert: "Schneesturz" von Julia Heinecke
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
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        &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 27 Jun 2021 05:02:47 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/groesstes-lawinenunglueck-in-deutschland</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ausgestorbene Schwarzwaldberufe</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/ausgestorbene-schwarzwaldberufe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wie im Schwarzwald einst Harzer und Köhler ihren Lebensunterhalt verdienten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/121273.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Für unsere Vorfahren war es der Lebensinhalt. Wir aber wissen oft gar nicht mehr, was sich hinter ihren Berufsbezeichnungen verbirgt. Gerade im Schwarzwald gab es viele Berufe, unter denen wir uns heute nicht mehr viel vorstellen können. Oder wer weiß heute noch, was ein Harzer ist?
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Harz war für viele Jahrhunderte Grundstoff für Lacke und Leime, für Waschmittel, Linoleum, Schiffs- und Schusterpech, genauso wie für Dachpappe und Fackeln. Gewonnen wurde der wichtige Rohstoff von Harzern, die vor allem in den Wäldern um Kniebis und im Renchtal aktiv waren. Dabei wurden lange Kerben in die Baumrinde  von Fichten geritzt und das austretende Harz aufgefangen. Die Bäume mussten mindestens 40 Jahre alt sein. Das Harz konnte dann im nächsten Jahr gesammelt werden. Zum diesem Zweck benutzte man Harz- oder Pickbeile und spitz zulaufende Körbe. Eine besonders wichtige Rolle spielte das Harzen in Baiersbronn. Um 1600 verfügte in den meisten Baiersbronner Haushalten eine Person über das Harzrecht.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Problematisch war, dass das Harzen die Bäume schädigte und in Konkurrenz zu lukrativerer Nutzung des Holzes z.B. für die beginnende Industriealisierung geriet. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde das Harzen von Seiten der Obrigkeit mehr und mehr eingeschränkt. 1789 kam es deswegen zu einer Revolte in Oppenau, als 800 bewaffnete Bauern das Rats- und Gerichtshaus besetzten und damit unter anderem gegen Beschränkungen in der neuen Wald- und Harzordnung protestierten. Über 1.000 pfälzische und kurmainzische Soldaten schlugen den Aufstand nieder. Die Zeit des Harzens ging jedoch nicht nur deswegen dem Ende entgegen. Vor allem billige Harze aus Nordamerika sorgten dafür, dass den Harzern ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen wurde.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während das Harzen in der Regel nur ein Nebenerwerb von Bauern und Tagelöhnern war, waren die Köhler mit nichts anderem beschäftigt, als Holzkohle in oberirdischen Kohlemeilern herzustellen. Köhler waren vor allem in unwegsamen Regionen aktiv, wo Holz nicht ohne Weiteres abtransportiert werden konnte. Das Holz verlor durch Köhlerei 80% seines Gewichts und konnte dann als Holzkohle besser weggeschafft werden. Die Produktion der Holzkohle war langwierig und anstrengend. Für einen Kohlehaufen mussten 25-30 Bäume gefällt und zerkleinert werden. Das Holz musste sorgsam in einem ausgeklügelten System geschichtet werden, um zu ermöglichen, dass der Rauch abziehen konnte, ohne dass das Holz verbrannte. Eine Kohlehaufen glimmte dann zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit musste der Köhler Tag und Nacht den Vorgang überwachen. Besonders die Eisenhüttenwerke im Schwarzwald deckten bis zum 19.Jahrhundert ihren Energiebedarf mit heimischer Holzkohle. Alleine am Feldberg gab es gleichzeitig zwischen 30 und 40 Plätze, an denen Köhler tätig waren.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Köhler profitierten jedoch kaum von der hohen Nachfrage nach ihrem Produkt. Sozial waren sie auf der untersten Stufe der Dorfgemeinschaft. Ihre Bezahlung deckte kaum den notwendigsten Lebensunterhalt ab. Während der Arbeit am Meiler hausten sie in einfachsten Holzhütten.  Ihre Tätigkeit war auch gefährlich. Immer wieder starben Köhler an Kohlenmonoxidvergiftungen und bei Explosionen der Meiler. Zum Ende der Holzköhlerei trug die billigere und effizientere Steinkohle bei, die ab dem Ende des 19.Jahrhunderts mit der neu gebauten Höllentalbahn in den Hochschwarzwald transportiert werden konnte. 1920 - so sagt man - soll der letzte Kohlemeiler im Schwarzwald gebrannt haben. Nur noch für Besucherinnen und Besucher des Schwarzwalds wird hin und wieder ein Meiler angesteckt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Lorenz, Sönke und Kuhn, Axel: „Baiersbronn“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Weiß, Roland und Riesterer, Harald: „Der Hochschwarzwald von der Eiszeit bis heute“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Krummer-Schroth, Ingeborg: "Alte Handwerkskunst und Gewerbe im Schwarzwald"
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Hitz, Rüdiger und von Thiessen, Hillard: "Familie, Arbeit und Alltag in Hinterzarten 1600 bis 1900"
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Hoggenmüller,Klaus und Hug, Wolfgang: „Die Leute auf dem Wald“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/K%C3%B6hler.jpg" length="631564" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 31 May 2021 10:04:47 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/ausgestorbene-schwarzwaldberufe</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Naschen wie früher im Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/naschen-wie-frueher-im-schwarzwald</link>
      <description>Tannenspitzen werden traditionell im Schwarzwald als Schösslihonig genutzt. Die Tradition lebt heute wieder auf.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Tannenspitzensirup - so holen wir den Schwarzwald nachhause
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
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        &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 08 May 2021 14:33:42 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/naschen-wie-frueher-im-schwarzwald</guid>
      <g-custom:tags type="string">Tannenspitzen,Schösslihonig,Naschen,Schwarzwald,Tradition</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Cego - das Kartenpiel des Schwarzwalds</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/cego-das-kartenpiel-des-schwarzwalds</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wie sich die Schwarzwälder vor 200 Jahren die Zeit vertrieben
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Es war zu Beginn des 19. Jahrhunderts.  Baden war gerade zum Großherzogtum geworden, und stand an der Seite Frankreichs. 1808 stellte der Großherzog Napoleon zwei Bataillone  Soldaten für dessen Krieg gegen Spanien zur Verfügung.  Man kann davon auszugehen, dass die badischen Rekruten - viele davon aus dem Schwarzwald - nicht begeistert waren, in einen Krieg zu ziehen, bei dem um den Einfluss der europäischen Großmächte gerungen wurde. Aber dieses Mal hatten die Soldaten etwas mitgebracht: Ein neues Spiel namens L'Hombre, das ihnen von französischen Soldaten beigebracht wurde.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Den Badenern waren jedoch vor allem die Tarock-Spielkarten aus der Habsburger-Monarchie bekannt, zu der große Teile des Landes bis zur Gründung des Großherzogtums noch gehörten.  Das Spiel wurde auf die  Tarock-Karten angepasst und der Name Cego (oder auch Zigo) vom spanischen "ciego" für "blind" bürgerte sich ein. Als "die Blinden"  werden nämlich die Spielkarten bezeichnet, die in die Tischmitte gelegt werden.  Cego wird mit 54 Karten von drei oder vier Spielern gespielt. Ein Spielmacher spielt gegen die restlichen Spieler und versucht möglichst viele Punkte zu machen. Aber Vorsicht: Es existiert nicht die "eine" Cego Regel. Das Spiel hat sich von Mund zu Mund verbreitet und es existiert regional in verschiedenen Varianten.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Nachdem die badischen Soldaten zurückkehrten, verbreitete sich das Spiel vor allem unter Geistlichen und Beamten. Der badische Heimatdichter Heinrich Hansjakob bezeichnete sich 1897 als "leidenschaftlicher Verehrer des Cego-Spiels". Sogar in einem eigenen Lied wurde das Cego-Spiel gefeiert:
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Zigo! Du himmlisch edeles Vergnügen!
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Erlauchter Spiele Königin!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Du kannst Verdruss und herben Schmerz besiegen,
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dein Reiz ergötzet Herz und Sinn.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ja feierlich schalle der Jubelgesang
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Fröhlicher Brüder bei Becher Klang"
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Im 20. Jahrhundert geriet Cego mehr und mehr in Vergessenheit. Auch in Baden, das nun zum Deutschen Reich gehörte, setzte sich ein anderes Kartenspiel durch, das fortan die Stammtische der Gastwirtschaften eroberte: Skat.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eigentlich wäre damit die Geschichte des Cego erzählt, wenn es nicht vor wenigen Jahren wieder entdeckt und mit großem Engagement von Neuem bekannt gemacht worden wäre. Heute gibt es Cego-Gruppen, Cego-Volkshochschulkurse, eine Cego-Schwarzwaldmeisterschaft und eine eigene Webseite, um Cego zu lernen und am Computer zu spielen (www.cego-online.de). Das alles macht Lust auf mehr. Spielerisch in Geschichte eintauchen? Mit Cego scheint das möglich zu sein. Ich jedenfalls will zur Cego-Gemeinschaft gehören. Fortsetzung folgt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           www.cego-online.de
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://www.cego-online.de/tl_files/documents/Zegolang160414.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wikipedia
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           http://laberlaberlaber.de/cego/geschichte.htm
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 10 Apr 2021 04:17:33 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/cego-das-kartenpiel-des-schwarzwalds</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20210410_051621.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Römische Legionäre in Brigobannis</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/römische-legionäre-in-brigobannis</link>
      <description>Wer glaubt, dass Wellness eine Erfindung des 21.Jahrunderts ist, irrt sich. Schon die römischen Legionäre, die ihren Dienst vor 2.000 Jahren im ungemütlichen und kühlen Schwarzwald ableisten mussten, wussten sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Mehr als nur Wache schieben: Lebensgenuss in der Schwarzwald-Therme
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/R-C3-B6mischer_Soldat_-28Seib-29_-_figure_at_the_hemicycle_of_the_Neue_Burg-2C_Vienna-8874ca9d-c1bdead3.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Jdsteakley" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           James Steakley
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Römischer_Soldat_(Seib)_-_figure_at_the_hemicycle_of_the_Neue_Burg,_Vienna.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Römischer Soldat (Seib) - figure at the hemicycle of the Neue Burg, Vienna
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           CC BY-SA 3.0
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuer Text
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          Wer glaubt, dass Wellness eine Erfindung des 21.Jahrunderts ist, irrt sich. Schon die römischen Legionäre, die ihren Dienst vor 2.000 Jahren im ungemütlichen und kühlen Schwarzwald ableisten mussten, wussten sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung gelangten die Römer nach Brigobannis auf dem Gebiet des heutigen Hüfingen (bei Donaueschingen) und bauten eine militärische Anlage als Teil einer Verteidigungslinie gegen die gefürchteten Stämme der Germanen. Bis zu 1.000 Legionäre konnte das dortige Kastell aufnehmen. Eine zivile Siedlung, die sich in der Nähe des Kastells befand, beherbergte Handwerker, Wirtsleute, Händler sowie Frauen und Kinder der Soldaten. Die Römer wussten, wie sie die Soldaten und Siedler bei Stimmung halten können: mit den Annehmlichkeiten eines römischen Bades, das in seinem Luxus und seiner Pracht im Schwarzwald und darüber hinaus seinesgleichen suchte.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wesentlicher Unterschied zur Corona Epidemie war insbesondere, dass die Menschen völlig im Dunkeln tappten, was die Gründe für die Ausbreitung der Seuche angeht. Erst im 19. Jahrhundert wird der Übertragungsweg des Pestbakteriums über Flöhe und Ratten nachgewiesen. Lange Zeit glaubte die Bevölkerung, die Pest werde durch üble Gerüche ausgebreitet. Mit Ausräucherungen von Häusern, Kleidern und sogar Briefen versuchte man der Seuche Herr zu werden. Weit verbreitet war auch der Gedanke, dass die Pest eine Strafe Gottes für die Sündhaftigkeit der Menschen darstelle. Nur durch Buße - so dachten die Menschen - könne der Pest Einhalt geboten werden. In Freiburg wurden zu diesem Zweck vierzigstündige öffentliche Gebete abgehalten. Für Ersingen und Bilfingen bei Pforzheim ist für das Jahr 1357 anlässlich der ersten großen Pestwelle ein kollektives Gelöbnis nachgewiesen: Nachdem dort 232 Personen an der Pest gestorben sind, ersuchen die Menschen öffentlich und gemeinsam Gott, „seine Strafrute einzuhalten und zurückzuziehen“. Die Einwohnerschaft verpflichtete sich, alljährlich und auf ewige Zeiten den Tag vor der Geburt der Jungfrau Maria feierlich zu begehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 12 Mar 2021 09:53:00 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/römische-legionäre-in-brigobannis</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hemingway im Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/hemingway-im-schwarzwald</link>
      <description>"Wem die Stunde schlägt", "Der alte Mann und das Meer" - Ernest Hemingway ist auch heute - 60 Jahre nach seinem Tod - eine feste Größe der Weltliteratur. Weniger bekannt ist, dass er vor fast genau 100 Jahren auch den Schwarzwald bereiste. Die Zeugnisse seiner Reise geben einen lebendigen Eindruck davon, wie es sich vor dem Beginn des Massentourismus anfühlte im Schwarzwald unterwegs zu sein.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          "Sie jagten uns mit Mistgabeln weg"
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/ernest-1097984_1920-28448230-fcf6ae92.jpg" length="3264219" type="image/png" />
      <pubDate>Sun, 21 Feb 2021 06:53:33 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/hemingway-im-schwarzwald</guid>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/ernest-1097984_1920-28448230-fcf6ae92.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Wolf - ein alter Bekannter kehrt zurück</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/der-wolf-ein-alter-bekannter-kehrt-zurueck</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          "Und alle Nacht hören sie die jungen Wölfe heulen."
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Kaum ein Thema wird im Schwarzwald so kontrovers diskutiert wie die Rückkehr des Wolfs. Laut Umweltministerium Baden-Württemberg sind im Schwarzwald inzwischen zwei männliche Wölfe sesshaft geworden. Für die einen ist es ein Erfolg des Naturschutzes, dass der Wolf in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehrt. Andere halten den Wolf für eine unberechenbare Gefahr für die Tierbestände der Landwirte.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Fakt ist: Die Zeit, in der im Schwarzwald keine Wölfe lebten, ist erheblich kürzer als die Zeit, in welcher der Wolf zu den natürlichen Bewohnern des Schwarzwalds zählte.  Davon zeugen noch heute zahlreiche Flurnamen wie zum Beispiel "Wolfsgrube".  Wolfsgruben wurden gebaut, um den Bestand der Wölfe zu dezimieren. Dabei wurde über einer Grube, die  mit Ästen bedeckt war, an einem Wolfsgalgen ein Köder platziert. Sprang der Wolf hoch, um den Köder zu schnappen, so fiel er in die Grube und konnte sich von dort nicht mehr selbst befreien.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Das Zusammenleben mit dem Wolf war auch früher nicht unproblematisch. Besonders in Kriegszeiten nahm der Bestand an Wölfen überhand und entwickelte sich zu einer Bedrohung für andere Tiere. In Neustadt wurden die Jagdhunde des Grafen 1652 in Sicherheit gebracht, damit sie nicht von Wölfen angefallen werden.  Auf der Baar mussten die Bauern Wolfshunde halten und Wolfsgruben ausheben, um die Wildtiere in Schach zu halten. Der Vogt von Reiselfingen berichtete noch 1714 von Bauern, die sich über Wölfe in der Umgebung beklagten: "Und alle Nacht hören sie die jungen Wölfe heulen." 1805 wurde der letzte Wolf auf der Baar geschossen.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Wolf war nicht das einzige Wildtier, das im Schwarzwald ausgerottet wurde. Auch Bären und Luchse waren einst hier heimisch. Ein weit verbreiteter Irrtum ist allerdings, dass das Bärental bei Feldberg auf die Besiedlung der Gegend mit Bären zurückzuführen ist. Tatsächlich ist der Name auf den Bestand von Beeren zurückzuführen und wurde erst im 18.Jahrhundert zu "Bärental" umgewandelt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Um sein Überleben im Schgwarzwald kämpft bis heute der Auerhahn, der nicht zuletzt dadurch gefährdet wird, dass Wanderer und Skifahrer seine Ruhezonen stören. Dass heutzutage keine Nachsicht mehr bei Angriffen auf die geschützte Tierart geübt wird, musste ein 21-jähriger Mann im vergangenen Sommer erfahren. Er hatte am Rande des Laurentiusfest am Feldberg in alkoholisiertem Zustand einen Auerhahn erschlagen. Das Gericht glaubte ihm nicht, dass er in Notwehr gehandelt habe. Er musste für eine Woche in Jugendarrest.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen: Weiss, Roland und Riesterer Harald: "Der Hochschwarzwald"
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/auerhahn-im-schwarzwald-erschlagen-arrest-und-geldstrafe-100.html
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/was-wurde-aus-dem-wolf-im-kreis-waldshut-das-tier-gw1129m-ist-jetzt-im-suedschwarzwald-daheim;art372586,10581049
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 23 Jan 2021 06:42:26 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/der-wolf-ein-alter-bekannter-kehrt-zurueck</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Dem Glück auf die Sprünge helfen</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/dem-glueck-auf-die-spruenge-helfen</link>
      <description>Zu Neujahr haben sie wieder Hochkonjunktur: Glücksbringer aller Art und in jeder Form (am Beliebtesten sind die aus Marzipan): Glücksschweine, Cent-Münzen, Kleeblätter, Schornsteinfeger oder Hufeisen. Auf der anderen Seite kennen</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Von Heilsbringern und Schicksalsboten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 02 Jan 2021 15:02:07 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schwarzwälder Bier</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/schwarzwaelder-bier</link>
      <description>"Schwarzwälder Bier, Badischer Wein, Münster und Tannen hier sind mir daheim" heißt es in der Hymne des SC Freiburg, getextet von der Band Fisherman's Fall. Dass das Bier ein Schwarzwälder Kulturgut ist, wissen nicht nur die Fußballfans.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz andere Sorgen plagten die Schwarzwälder Brauereien knapp zweitausend Jahre später: Im Schwarzwald wurde das untergärige Brauverfahren bevorzugt, das bei niedrigen Gärtemperaturen von 4 bis 9 °C die Umwandlung des Malzzuckers in Alkohol bewirkte. Solche Temperaturen im Brauprozess zu erreichen, stellte im 19. Jahrhundert eine große Herausforderung dar. Klimaanlagen oder Kühlschränke gab es noch nicht. Woher also die Kälte nehmen?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Es erwies sich als glückliche Fügung, dass die Winter im Schwarzwald lang und kalt sind. Das Kühlungsmittel wurde den Brauereien damit quasi frei Haus geliefert. Es musste nur noch abgebaut werden. Hierfür nutzten die Brauereien seinerzeit eigene Eisweiher. Ist die Eisdecke dort dick genug, brachen Eiser – oft Waldarbeiter ohne Beschäftigung – das Eis und zerkleinerten es. Das Eis wurde anschließend in Felsenkellern der Brauerei eingelagert und sorgte den ganzen Sommer über für kühle Temperaturen. Damit das Eis in den Kellern nicht zu schnell schmolz, ließen sich die Schwarzwälder Eiser etwas einfallen: Die gebrochenen Eisstücke wurden mit Sägemehl eingerieben und so auf natürliche Art und Weise isoliert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Methode sorgte nicht nur für Arbeitsplätze für unterbeschäftigte Holzfäller, die Brauereien hatten auch eine Lösung für ein Problem entwickelt, das sich den Brauereien damals noch gar nicht stellte: Wie man Bier ohne Entstehung des klimaschädlichen CO2 kühlen kann.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/111161-31254b05.jpeg" length="1946838" type="image/png" />
      <pubDate>Sat, 28 Nov 2020 06:08:21 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/schwarzwaelder-bier</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Erbe der Kelten im Norschwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/das-erbe-der-kelten-im-norschwarzwald</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Dahrendorf-Preis für Kelten-Forscher
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/10648.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Ob auch Miraculix - der heutzutage wohl berühmteste Kelte aus dem Comic Asterix - von der keltischen Eisenproduktion aus dem Schwarzwald profitierte, ist nicht gesichert. Seine Sichel jedenfalls, mit der er die Mistelzweige für seinen legendären Zaubertrank schnitt, war aus Gold.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Es steht inzwischen jedoch fest, dass die keltische Einsenproduktion im Schwarzwald weitaus größer und professioneller war als bisher angenommen wurde. Zu diesem Wissen hat auch Steeve Gentner beigetragen, der für seine Forschungen in diesem Jahr den Ralf-Dahrendorf-Preis erhielt. Gentner untersuchte Funde aus Neuenbürg, Nagold und Calw.  Dabei hat er nachgewiesen, dass die regionale Eisenherstellung dort fast industrielles Ausmaß erreicht hat.  Auf den erheblichen Umfang der keltischen Eisenproduktion deuten bereits die zahlreichen Eisenbarren hin, die in Südwestdeutschland und dem Elsass gefunden wurden, alleine im Rheintal  fast 500.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Mit dem keltischen Erbe werden oftmals Orte im südlichen Schwarzwald wie Tarodunum bei Kirchzarten oder der Magdalenenberg bei Villingen verbunden. Aber auch im nördlichen Schwarzwald haben die Kelten beeindruckende Spuren hinterlassen, die noch 400 Jahre weiter zurückreichen. So haben die Kelten bereits vor mehr als 2.500 Jahren in Neuenbürg nach Eisenerz gegraben und Eisen verhüttet. Dort befand sich zu dieser Zeit wahrscheinlich die größte Eisenproduktion nördlich der Alpen. Die keltische Siedlung am Schlossberg in Neuenbürg war Heimat von wohl mindestens 1.000 Personen.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keramikfunde lassen darauf schließen, dass in dieser Siedlung auch sehr wohlhabende Kelten gelebt haben mussten. Eisenwerkzeuge wie Hammer, Amboss, Schlüssel und Pflugscharen belegen, wie ausdifferenziert die Metallverarbeitung bereits war. 12 Rennöfen, die bereits 2004 ausgegraben wurden, zeugen davon, dass die Produktion nicht nur dem Eigenbedarf diente, sondern Handel weit über regionale Grenzen hinaus betrieben worden ist.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nicht zuletzt wird aus solchen Forschungsergebnissen deutlich, welche weitreichenden Entwicklungen die Kelten angestoßen haben. Hierzu zählen landwirtschaftliche und militärische Erfindungen wie das Dauben-Fass, das Hufeisen oder das Kettenhemd. Auch die Figur des Miraculix ist nicht alleine der Phantasie seiner Schöpfer entsprungen. Seine weiße Kleidung, die Goldsichel und das Schneiden von Miseln, wie es Miraculix praktizierte, beruhen auf historischen Überlieferungen. Ob es allerdings auch den Tatsachen entspricht, dass die Kelten einen Zaubertrank brauten, der sie im Schwarzwald und anderswo unbesiegbar machte, bleibt dem Urteil der Asterix Leser überlassen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quellen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://www.yumpu.com/de/document/read/11163810/bericht-neuenburg
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://www.badische-zeitung.de/was-dahrendorf-preis-traeger-steeve-gentner-an-den-kelten-fasziniert--197680591.html
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           www.kelten-nagold.de
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://de.wikipedia.org/wiki/Druide
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           https://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/cast-iron-3050404_1920.jpg" length="291347" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 15 Nov 2020 07:09:01 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
      <guid>https://www.schwarzwald-geschichte.de/das-erbe-der-kelten-im-norschwarzwald</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verzwifelte Kiechle</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/verzwifelte-kiechle</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Kochen wie einst im Schwarzwald
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer heute Schwarzwald-Kochbücher kauft, staunt über die Vielfalt und Raffinesse der Mahlzeiten. Aber es ist kein Geheimnis, dass die Köstlichkeiten bestenfalls aus der Schwarzwälder Küche inspiriert sind. Mit dem Begriff Schwarzwälder Tapas hätten die Menschen im Schwarzwald noch im vergangenen Jahrhundert kaum etwas Essbares verbunden. Und selbst die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/9irrtuemer"&gt;&#xD;
      
           Schwarzwälder Kirschtorte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            stammt nicht aus dem Schwarzwald und erhielt ihren Namen nur zum Zwecke der optimalen Vermarktung.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Aber wie sah sie dann aus, die Küche unser Schwarzwälder Vorfahren? Die tägliche Ernährung der Schwarzwälder ist für lange Zeit vor allem eines: Mittel zum Zweck. Die schwierigen Anbaubedingungen im Schwarzwald und die Abhängigkeit von äußeren Umständen wie Wetter oder Schädlinge sorgen dafür, dass das Sattwerden jahrhundertelang alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Bis weit ins 20. Jahrhundert liegt den Schwarzwäldern so gut wie nichts ferner als der Gedanke an eine abwechslungsreiche und genussvolle Ernährung. Für die Zeit um 1750 notiert der Neustädter Amtsarzt Winterhalter, dass das Frühstück – „Z‘ Morge“ genannt – in der Regel aus Wassersuppe, gesottenen Erdäpfeln (Kartoffeln) und süßer Milch bestehe. Üblich sei eine zweite Mahlzeit des Tages um neun Uhr, das „Z‘ Nüni“, mit Brot, Käse, Butter und Milch. Mittags gebe es wieder Wassersuppe, manchmal auch Specksuppe, gebratene Knöpfle, Schupfnudeln oder Erdäpfel (Kartoffeln). Als Beilage würden Mangold, Salat oder Sauerkraut gereicht. Nachmittags folgen zum „Z‘ Vieri“ wieder Brot, Käse und Milch. Zum Abendessen nehmen die Schwarzwälder nach den Aufzeichnungen des Amtsarztes Milchsuppe mit gesottenen Erdäpfeln und abgerahmter Milch zu sich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein traditionelles Rezept, das sich bis heute erhalten hat, sind "Verzwifelte Kiechle".  Man sagt, sie wurden deswegen "verzweifelt" genannt, weil sie nicht in heißem Fett, sondern nur in kochendem Wasser gegart wurden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/files/uploaded/RezeptVerzwifelteKiechle.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hier finden Sie das Rezept als PDF zum Audrucken.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Viel Spaß beim Nachkochen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zutaten für 4 Personen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            250g Mehl
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Drei Eier
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Prise Salz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3-  4 altbackene Brötchen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der salzigen Variante: Geschmelzte Butter und Sauerkraut
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der süßen Variante: Apfelmus &amp;amp; Zucker &amp;amp; Zimt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20201010_182107-68f95674-0776d7b1.jpg" length="5491792" type="image/png" />
      <pubDate>Sun, 11 Oct 2020 12:05:17 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20201010_182107-68f95674-0776d7b1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kleider machen Leute?</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/kleider-machen-leute</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Die Sprache der Trachten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/Bollenhut.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Bei Schülern ist sie als Pflichtlektüre im Deutsch-Unterricht immer noch berühmt und berüchtigt:  "Kleider machen Leute" - eine Novelle von Gottfried Keller aus dem 19. Jahrhundert. Erzählt wird die Geschichte eines armen Schneiders, der sich vornehm kleidet und deswegen für einen Grafen gehalten wird und so über verschlungene Umwege die Liebe seines Lebens findet.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Hätte die Geschichte auch im Schwarzwald spielen können? Fest steht, dass auch Im Schwarzwald Kleider eine erhebliche Rolle für das Leben eines Menschen spielten.  Die Kleidung transportierte eine codierte Sprache, die einiges über den jeweiligen Träger oder die Trägerin aussagte. So konnte an der Tracht die genaue geografische Herkunft einer Person erkannt werden. Der heute legendäre Bollenhut des Schwarzwalds war einst das Erkennungszeichen für die Bewohnerinnen dreier Dörfer aus dem Kirnbachtal:  Gutach, Kirnbach und Hornberg-Reichenbach. Die charakteristischen auf dem Stroh befestigten Bälle sagte auch etwas über Alter und Familienstand der jeweiligen Schwarzwälderin aus. Rote Bollenhüte durften erstmals zur Konfirmation getragen werden. Heiratete eine Frau, so wurden aus den roten Bollen schwarze Bollen, für alle Männer auf Brautschau das klare Signal, Abstand zu halten. Über die Formensprache der vielen anderen Trachten im Schwarzwald  können Interessierte sich im
          &#xD;
    &lt;a target="_blank" href="https://www.haslach.de/,Lde/startseite/tourismus/trachtenmuseum.html#id52784"&gt;&#xD;
      
           Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach im Kinzigtal
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          einen detaillierten Überblick verschaffen.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Dass über Kleidung auch der soziale Status eines Menschen erkannt werden sollte, davon zeugt die Freiburger Kleiderordnung aus dem 17. Jahrhundert. Hier sorgte man sich darum, dass die Stände durch ihre Kleider unterscheidbar sein mussten.  Zu diesem Zweck wurde die Bevölkerung in fünf Grade unterteilt, beginnend bei Mägden und Knechten (erster Grad), über einfache Handwerker und Zünftige (zweiter Grad), dann Zunftmeister und Schulmeister (dritter Grad) bis hin zu beständigen Räten und Gelehrten mit Doktortitel (vierter Grad) und Adeligen (fünfter Grad).  Detailliert wurde festgelegt, welche Kleidung welchem Grad angemessen ist.  Freiburgern des ersten Grades waren besipielsweise Hüte mit echtem oder falschem Silber, Halskrägen aus Pelz von Edel- oder Steinmarder oder silberne Halsketten verboten.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Ganz ähnliche Sorgen trieben den Obervogt von Pflummern 1748 in Triberg um. Er beklagte, dass die Bewohner der Schwarzwald-Stadt nicht mehr die notwendige Bescheidenheit und Selbstbeschränlung bei der Auswahl ihrer Garderobe an den Tag legten. Schlimmstenfalls befürchtete er, dass so der Zorn Gottes erregt und eine Bestrafung des Landstrichs zur Folge haben könnte. Er erließ deswegen eine Kleiderordnung, welche den Untertanen den Weg zurück zu einer ehrbaren Schuh- und Kleiderwahl aufzeigen sollte. Schuhabsätze wurden auf eine Höhe von zwei Fingerbreit beschränkt. Bei erwachsenen Frauen durfte zwischen Rockende und Boden maximal eine halbe Elle Abstand liegen. Und die feinen und teuren Sorten der in Triberg produzierten Strohhüte sollten dem Export vorbehalten bleiben. Die Triberger hatten sich fortan für eine einfache Variante zu entscheiden und bei den Hutbändern lediglich solche mit einer Breite von höchstens einem Zoll und einem Preis von 4 bis 5 Kreuzern pro Elle zu wählen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          "Kleider machen Leute" - war das auch im Schwarzwald so? Für viele Schwarzwälder und Schwarzwälderinnen war es lange Zeit undenkbar, sich anders zu kleiden als es der althergebrachten Sitte entsprach. Dass über die Wahl der Kleidung niemand aus seiner oder ihrer traditionell festgelegten Rolle ausbrechen konnte, darüber wachte die Obrigkeit. Die Kleider für die Leute waren schon gemacht.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 04 Oct 2020 05:39:48 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mit Trudpert fing alles an</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/mit-trudpert-fing-alles-an</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Von Weihwasser, Wegkreuzen und Wallfahrten
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20200512_075933-5B1-5D.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Sucht man nach Unterschieden im alltäglichen Leben zwischen der Gegenwart und den Schwarzwälder Generationen vor uns, so kommt man am Glauben nicht vorbei. Während die Beziehung zu Gott heute nur noch für eine Minderheit der Menschen eine größere Rolle spielt, so war sie bis in das letzte Jahrhundert hinein nicht weniger als der Dreh- und Angelpunkt des Daseins.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Begonnen hat alles mit Trudpert, der im siebten Jahrhundert durch das heutige Münstertal zog und begann, die Schwarzwälder von ihren heidnischen Parktiken abzubringen und zum Christentum zu führen. Trudpert bezahlte mit dem Leben für seinen missionarischen Eifer. Aber den Stein des Christentums hat er ins Rollen gebracht. Das Bekenntnis zu Jesus fasste Fuß im Schwarzwald und verdrängte germanische Götter. Noch heute zeugt das Kloster St. Trudpert im Münstertal vom Wirken seines Namensgebers.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wenige Jahrhunderte nach Trudpert war der Glaube fest verankert im Leben der Schwarzwälder. Vor den Mahlzeiten zu beten und die Heiligen anzurufen war ein fester Bestandteil des Alltags. Genauso wie die Wallfahrten, die im 17. und 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichten. Todtmoos, Triberg oder Zell am Harmersbach waren Orte, die geradezu überlaufen wurden, wenn Menschen in ihrer Not den Beistand ihrer Heiligen erbaten oder für glückliche Wendungen in ihrem Leben Dank sagten. Mitunter wurde eine Wallfahrt sogar als Sanktion für eine Straftat auferlegt und der Delinquent musste statt einer körperlichen Züchtigung den oft wochenlangen Weg zu einer Wallfahrtskirche antreten. Vielleicht waren dies die frühen Wurzeln des Resozialiserungsgedankens, denn sicherlich war mit der "Zwangswallfahrt" der Wunsch verbunden, dass der Sünder auf diesem Weg zur Buße und Umkehr bewegt werden könnte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer die Spuren des tief verankerten Glaubens im Schwarzwald noch heute sehen will, kann an vielen Stellen fündig werden. In alten Schwarzwälder Bauernhäusern, die z.B. im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach oder im Resenhof in Bernau besichtigt werden können, findet sich Weihwasserschalen am Hauseingang und Herrgottswinkel in der Wohnstube. Von dort blickt der gekreuzigte Jesus neben den Heiligen auf die Hausgemeinschaft, die am großen Esstisch ihre Mahlzeiten einnnimt. Und wer wandert oder Rad fährt, dem werden die zahlreichen Wegkreuze und Kapellen nicht entgehen, die nicht selten an einschneidende Ereignisse in Dörfern und Familien erinnern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nicht alles, was unseren Ahnen wichtig war, mag uns heute noch anstrebenswert oder auch nur verständlich erscheinen. Aber es lohnt sich, einen Moment darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn wir unsere heutigen Lebensbedingungen nicht für selbstverständlich nehmen oder ausschließlich als Früchte unserer eigenen Leistung ansehen würden. Wenn wir Demut oder Dankbarkeit für das Glück empfinden, heute in Zuständen zu leben, welche noch vor wenigen hundert Jahren als paradiesisch empfunden worden wären.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 06 Sep 2020 06:58:14 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>In Wolfach der Erdgeschichte auf der Spur</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/in-wolfach-der-erdgeschichte-auf-der-spur</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Geschichte mit dem Hammer erkunden
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20200712_131304%5B1%5D.jpg" alt="Mineralienhalde Clara in Wolfach"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Kelten, Römer, Alemannen - das ist Ihnen alles zu modern? Sie denken lieber in Milliarden Jahren statt in Jahrhunderten? Geschichte ist für Sie schon richtig spannend, bevor das erste Leben auf der Erde entstand?
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Dann sind Sie in Wolfach auf der Mineralienhalde der Grube Clara richtig. Dort finden Sie auf drei unscheinbaren Erd- und Steinhaufen Zeugnisse aus der Frühzeit unserer Erde.  Der Abraum stammt aus der Grube Clara in Oberwolfach, wo noch heute Bergbau betrieben wird. Und auf der Mineralienhalde darf sich jeder gegen kleines Entgelt auf die Suche nach der Vergangenheit dieses Planeten begeben.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Wer sich hier durch den Dreck wühlt, der wird auch belohnt. Nicht weniger als 375 Mineralien finden sich in diesem ganz speziellen Schutt. Baryt, Malachit oder Skorodit - nicht allen von uns sagen die Namen der Gesteinsarten viel. Wenn die hilfreichen Frauen aus dem Mitarbeiterteam allerdings "Katzengold" über den Haldenplatz rufen, leuchten die Augen der Besucher auf.  Katzengold kann man hier zwar tatsächlich finden, mit dem "echten" Gold hat das jedoch nichts tun. Es handelt sich vielmehr um Pyrit, ein weiteres Mineral,  das auf den ersten Blick tatsächlich an Gold erinnert.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Aber auch  wenn man bei einem Besuch der Mineralienhalde nicht reich im finanziellen Sinn wird, so erweitert man doch ohne Frage sein Wissen in Fragen der Erdgeschichte. Dass Minerale um ein Vielfaches älter sind als alle Lebewesen dieses Planeten, ist wohl den meisten Besuchern bekannt. Aber dass die ältesten Minerale bereits über vier Milliarden Jahre auf dem Buckel haben, bewegt sich jenseits unserer Vorstellungskraft.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Und noch etwas ist erfahrbar, wenn man mit dem Hammer unscheinbare Steine aufklopft und mit einem grünen, gelben oder violetten Funkeln und kristallenen Formen in unendlichen Variationen belohnt wird. Es ist die Ehrfurcht vor der Schönheit dieses Planeten, die in Form dieses Steins für Milliarden Jahre verborgen war.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ein Ausflugstipp für die ganze Familie! Wer Lust hat, in die Vergangenheit der Erde zu reisen, findet
           &#xD;
      &lt;a target="_blank" href="https://mineralienhalde.com/"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           alle weiteren Informationen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20200712_113411-5B1-5D.jpg" length="4963755" type="image/png" />
      <pubDate>Sun, 19 Jul 2020 05:29:28 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Markteinkauf auf alten Knochen</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/markteinkauf-auf-alten-knochen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Was uns ein alter Friedhof über das Leben im mittelalterlichen Freiburg sagen kann
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/IMG_20200622_090535%5B1%5D.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Wenn Sie das nächste Mal auf dem Freiburger Münstermarkt einkaufen gehen, richten Sie doch einmal den Blick auf das Kopfsteinpflaster unter ihnen. Vielleicht wussten Sie bisher nicht, auf welchem Grund all die Verkaufsstände von Gemüse, Obst und regionalen Spezialitäten stehen. Der Münsterplatz in Freiburg war zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert der Friedhof der mittelalterlichen Stadt.  Erst im Jahre 1514 wurde ein neuer, weiter außerhalb liegender Friedhof angelegt, insbesondere um der Gefahr von Seuchen zu begegnen. Bis dahin wurden die Freiburgerinnen und Freiburger direkt am Münster bestattet, zumindest dann, wenn sie nicht wohlhabend genug waren, direkt im Münster oder einer anderen Kirche ihre letzte Ruhestätte zu finden.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          In verschiedenen Ausgrabungen konnten Skelette freigelegt werden, die jahrhundertelang unter dem Kopfsteinpflaster des Münsterplatzes ruhten. Dabei wurde festgestellt, wie der knapp bemessene Platz des Friedhofs genutzt werden musste, damit dort über annährend 400 Jahre überhaupt alle Freiburgerinnen und Freiburger bestattet werden konnten. Die sterblichen Überreste fanden sich in bis zu 10 Lagen übereinander. Eine Hochrechnung von der Ausgrabungsfläche auf den gesamten Platz des Friedhofs ergab, dass auf dem Friedhof wohl insgesamt rund 20.000 Menschen bestattet wurden.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Mit modernsten Methoden der Archäologie gelang es, aus den Knochen der ausgegrabenen Skelette den Gesundheitszustand und sogar Teile des Lebens der bestatteten Menschen zu rekonstruieren.  Dabei wird schlaglichartig beleuchtet, unter welch harten Bedingungen sich das mittelalterliche Leben abspielte.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         B
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispielhaft ist die Untersuchung des Skeletts, das bei Ausgrabungen im Jahre 2014 geborgen wurde. Es handelte sich um die sterblichen Überreste eines 25 bis 30 Jahre alten Mannes mit einer Körpergröße von 160 cm. Sein Schädelknochen war stark deformiert, was auf eine massive Hiebverletzung zurückgeführt werden konnte, die der Betroffene überlebt hatte. Dies war jedoch nicht das einzige Leiden, welches das kurze Leben dieses Mannes beeinträchtigt hatte. Die Zähne deuteten auf akute Ernährungsmängel oder Krankheiten in der Kindheit hin. Die gefundenen Hinweise auf Arthrose deuteten auf schwere körperliche Belastungen hin. In den Kieferknochen und Stirnhöhlen fanden sich Spuren von chronischen Entzündungen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Mann an Hirnhautentzündungen gelitten hatte.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Kurz gesagt: Das Leben des Unbekannten war geprägt von Not, harter Arbeit, Krankheit und Gewalt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn wir niemals erfahren werden, welchen Namen die Toten des Münsterplatzes trugen, so macht ihr Schicksal doch betroffen. Das Leben im mittelalterlichen Freiburg entsprach nicht den romantischen Vorstellungen, die wir manchmal gerne mit dieser Zeit verbinden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quelle: Bertram Jönisch und Sönke Bonert: "Knochenarbeit im Schatten des Münsters. Zur Ausgrabung auf dem mittelalterlichen Friedhof Freiburgs" in Denkmalpflege in Baden-Württemberg 1/2015, 39ff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 28 Jun 2020 05:50:53 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bechern und tafeln in Schwarzwälder Gaststätten</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/bechern-und-tafeln-in-schwarzwaelder-gaststaetten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Schwarzwälder Gastfreundschaft hat Tradition
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00280-50237cc0.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Sie heißen Turnerwirtshaus (St. Märgen), Himmelreich (Buchenbach) oder Bären (Freiburg) und haben eines gemeinsam: Hier wird seit Jahrunderten getafelt und gebechert. Auf die lange Tradition der Gastfreundschaft ist man in vielen Schwarzwälder Wirtshäusern zurecht stolz. Aber wie es in diesen Gasthöfen in den vergangenen hundert Jahren zuging, davon können wir uns mit heutigen Maßstäben kaum ein Bild machen.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Für lange Zeit war es keineswegs so, dass jedermann (und schon gar nicht jedefrau) in das Gasthaus seiner Wahl einkehren konnte, geschweige denn, dass jeder einen Gasthof eröffnen konnte, wo er nur wollte. Seit sich im 16. Jahrhundert im Schwarzwald Gasthöfe in den Gemeinden etablierten, hatte die Obrigkeit immer ein Auge auf die Gastronomie. Einerseits war sie interessiert daran, dass es in einer Gemeinde einen festen Ort gab, an dem Gerichtstage oder Gemeindeversammlungen abgehalten werden konnten. Und nichts war hierzu besser geeignet als ein Gasthaus.  Andererseits waren Wirtschaften eine Quelle stetiger Einnahmen. Mit jedem Schoppen Wein wurde auch ein Umgeld für die jeweilige Herrschaft fällig, das beim Wirt eingezogen wurde. Deswegen wurde es den Untertanen nicht frei gestellt, wo sie ihre Feierlichkeiten - sei es bei Beerdigungen, Hochzeiten oder Taufen - abhielten. Das Geld sollte schließlich nicht den hohen Herren in benachbarten Gebieten zufließen. Umgekehrt durfte auch nicht jeder Gasthof diese sogenannten "großen Zehrungen" abhalten. Dieses Recht wurde vielmehr verliehen und oft entbrannte zwischen verschiedenen Gasthäusern Streit darüber, bei wem Feste veranstaltet werden durften. Schließlich hing das Auskommen eines Wirtes daran, solche großen Zehrungen ausrichten zu dürfen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine große Zehrung ging weit über das hinaus, was heute bei Familienfesten üblich ist. Geladen wurden beispielsweise bei Hochzeiten nicht nur die Familie, sondern alle Einwohner der Gemeinde. Es bestand geradezu eine Pflicht, dass jede Familie an den Festivitäten teilnahm. Die Tatsache, dass das Hochzeitspaar von den Kosten freigehalten wurde, und jeder Gast für sich selber zahlen musste, führte sicher nicht dazu, dass weniger Einladungen ausgesprochen wurden. Eine solches Fest ging dann oft über mehrere Tage, an denen gegessen, getanzt, gesungen und nicht zuletzt gebechert wurde. Auch das rief wiederum die Obrigkeit auf den Plan. Den allzu große Völlerei war bei aller Freude über das damit verbundene Umgeld nicht gerne gesehen. In Zeiten, in denen die Sündhaftigkeit des Lebens für Krankheit und Not verantwortlich gemacht wurde, gab es zahlreiche Vorschriften, um die lokalen Festivitäten einzudämmen. So wurde die Dauer eines erlaubten Fests genauso reglementiert wie die Speisenfolge oder die Anzahl der einzuladenden Gäste. Aber nicht jede Vorschrift befolgten die Schwarzwälder wortgetreu. Das belegen die zahlreichen Beschwerden über das "Jauchzen und Schreien" und das "lästerliche Gebaren" , die in den lokalen Amtsakten dokumentiert sind. Die Schwarzwälderinnen und Schwarzwälder ließen sich offensichtlich nicht davon abbringen, ein paar Mal im Jahr über die Stränge zu schlagen,  auch und gerade in schwierigen Zeiten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Quelle: Jochen Schröder: "Die Große Zehrung in den Gastwirtschaften des südlichen Schwarzwaldes in Schauinsland 2011, 71ff
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         DD
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 31 May 2020 15:07:50 GMT</pubDate>
      <author>183:801020245 (Thomas Binder)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Du glaubst, man feiere einen ewigen Karfreitag"</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/die-pest-oder-wie-man-frueher-mit-epidemien-umging</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Pest Epidemien im Schwarzwald
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/plague-1303922_1920-64433304-65a9b205-1920w-1d7c5f79-c4e8ce6f-1920w-1920w.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der Corona-Virus bestimmt unser Alltagsleben, wie wir es vor wenigen Monaten noch für undenkbar hielten. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Soziale Kontakte werden gemieden. Läden bleiben geschlossen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Für uns ist der Umgang mit einer solchen Epidemie etwas gänzlich Neues. Praktisch niemand hat in seinem Leben schon etwas Ähnliches erlebt. Dieser Mangel an Erfahrung ist allerdings historisch gesehen eine Ausnahme. Für unsere Großeltern und unzählige Generationen vor ihnen war der Umgang mit ansteckenden Krankheiten, die sich sehr schnell ausbreiten, Teil ihres Lebens. Typhus, Cholera oder Grippe - jede Krankheit brachte großes Leid über die Menschen. Die schlimmste Seuche aber, welche die Menschen in Mitteleuropa heimgesucht hat, war die Pest. Bei allen Parallelen zur heutigen Situation - ein Blick in die Geschichte macht deutlich um wieviel mehr die Menschen in damaligen Zeiten litten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert suchten immer wieder Pestwellen den Schwarzwald heim und entvölkerten ganze Landstriche. Für Freiburg sind 37 Pestjahre für diesen Zeitraum überliefert.  In den betroffenen Gebieten herrschte die nackte Angst. Ulrich Zasius, ein Freiburger Jurist schrieb 1519 angesichts einer Pestepidemie: "Du glaubst, man feiere einen ewigen Karfreitag, mit so trüben Gesichtern schreiten sie einher. Hier Tränen und Klagen, dort Stöhnen und Geschrei. Draußen und daheim, an den Straßenecken und auf der Gerichtsbank, für uns allein und in der Gesellschaft sprechen wir von den letzten Dingen. Ich bin so abgestumpft, dass ich scherzen kann und mich in Gottes Beistand sicher fühle. In seinen Willen habe ich mich ergeben." Auch vor kleineren Städten und Dörfern macht die Pest nicht halt. 1611 wurden in Waldshut fast 500 Personen Opfer der Pest. 1635 verzeichnete  Bernau 60 Todesfälle bei einer Einwohnerzahl von 400. 1620 wurden in Löffingen 488 Untertanen gezählt, 1653 nur noch 301. Rötenbach und Unadingen büßten die Hälfte der Bevölkerung ein. Göschweiler, Dittishausen und Reiselfingen verloren ein Drittel der Menschen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wesentlicher Unterschied zur Corona Epidemie war insbesondere, dass die Menschen völlig im Dunkeln tappten, was die Gründe für die Ausbreitung der Seuche angeht. Erst im 19. Jahrhundert wird der Übertragungsweg des Pestbakteriums über Flöhe und Ratten nachgewiesen. Lange Zeit glaubte die Bevölkerung, die Pest werde durch üble Gerüche ausgebreitet. Mit Ausräucherungen von Häusern, Kleidern und sogar Briefen versuchte man der Seuche Herr zu werden. Weit verbreitet war auch der Gedanke, dass die Pest eine Strafe Gottes für die Sündhaftigkeit der Menschen darstelle. Nur durch Buße - so dachten die Menschen - könne der Pest Einhalt geboten werden. In Freiburg wurden zu diesem Zweck vierzigstündige öffentliche Gebete abgehalten. Für Ersingen und Bilfingen bei Pforzheim ist für das Jahr 1357 anlässlich der ersten großen Pestwelle ein kollektives Gelöbnis nachgewiesen: Nachdem dort 232 Personen an der Pest gestorben sind, ersuchen die Menschen öffentlich und gemeinsam Gott, „seine Strafrute einzuhalten und zurückzuziehen“. Die Einwohnerschaft verpflichtete sich, alljährlich und auf ewige Zeiten den Tag vor der Geburt der Jungfrau Maria feierlich zu begehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 28 Mar 2020 07:38:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Lepra - Schreckgespenst für unzählige Generationen</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/lepra-schreckgespenst-fuer-unzaehlige-generationen</link>
      <description>Lepra breitete sich ab dem 11. Jahrhundert auch im Schwarzwald immer stärker aus. Was taten die Menschen, um sich zu schützen?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Die Magdalenenkapelle in Staufen - Zeugnis des Lebens der Aussätzigen
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00268-75dd1d05.JPG" alt="Magdalenenkapelle Staufen"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 24 Feb 2020 14:12:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Geschichte zum Schmökern</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/das-andere-geschichtsbuch</link>
      <description>Was ist das Besondere an "Kämpfen. Lieben. Leiden. Leben im Schwarzwald von den Kelten bis ins 20.Jahrhundert."? Warum es sich lohnt, dieses Buch zu lesen, auch wenn andere Geschichtsdarstellungen langweilig sind.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          "Kämpfen. Leiden. Lieben." - das andere Geschichtsbuch
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00256.JPG"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wer heute eine Buchhandlung im Harz, am Bodensee oder irgendwo anders in Deutschland betritt, der kann es kaum übersehen. Das große Regal mit Regional-Literatur, häufig gut sichtbar im Eingangsbereich platziert. Bücher mit regionalem Bezug boomen. Auch im Schwarzwald ist es so: Schwarzwaldkrimis, Schwarzwaldführer, historische Schwarzwald-Romane. An Büchern mit "Schwarzwald" im Titel mangelt es derzeit nicht. Und am 9. März erscheint ein Weiteres: "Kämpfen. Leiden. Lieben. Leben im Schwarzwald von den Kelten bis ins 20. Jahrhundert".  Wurde nicht schon alles über den Schwarzwald geschrieben? Gibt es denn noch etwas Neues über den Schwarzwald zu berichten?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ja und nein. In meinem Buch geht es um Schwarzwald-Geschichte. Und wer an einem Überblick über die Herrschaftsgeschichte der Zähringer oder dem Hause Fürstenberg interessiert ist, der ist auch bisher schon fündig geworden. Und auch derjenige, der einen fiktiven historischen Roman sucht, der im Schwarzwald spielt, wird nicht enttäuscht.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wer aber wissen will, wie die einfachen Menschen des Schwarzwalds in den vergangenen Jahrhunderten wirklich gelebt haben, für den ist es schon schwerer.  Aber auch deren Geschichten sind lesenswert, manchmal lustig oder spannend, manchmal auch tragisch und ohne Happy-End. "Kämpfen. Leiden. Lieben."  erzählt von wahren Begebenheiten. Das Buch ist den Menschen im Schwarzwald gewidmet, die nicht oben standen: der Bäuerin aus Hinterzarten, dem Mönch aus Hirsau oder den Hütekindern des Hochschwarzwalds.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was dachten, was fühlten diese Menschen? Wohin flohen sie in Zeiten von Hunger und Elend?  Wie haben sie das Leben genossen?  Was haben die Menschen des Schwarzwalds getan, um sich vor Lepra, Pest und anderen Krankheiten zu schützen, als es noch keine Ärzte und Krankenhäuser gab? Wann sind die Schwarzwälder gegen die Obrigkeit aufgestanden? Wie sah ihr Alltag auf einem Bauernhof aus? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Unsere Ahnen im Schwarzwald hatten keine anderen Empfindungen als wir: Hoffnung, Wut, Trauer, Freude oder Liebe.  Wenn wir das bedenken, können wir sie besser kennenlernen, dann kann es uns gelingen, uns ein Stück weit in sie hineinversetzen. "Kämpfen. Leiden. Lieben." will einen kleinen Beitrag dazu leisten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 12 Feb 2020 14:17:20 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Auf den Spuren der Kelten im Schwarzwald</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/auf-den-spuren-der-kelten-im-schwarzwald</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Tarodunum - wo die Kelten einst zu Hause waren
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00240-11c6a822.JPG" alt="Tarodunum Kelten Dreisamtal" title="Tarodunum im Dreisamtal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Die Wintersonne scheint kräftig. Ich stehe auf einem Wall zwischen Kirchzarten, Zarten und Burg am Wald im Dreisamtal und blicke mich um. Wenn man von der nahe liegenden B 31 absieht, ist das eine malerische Gegend. Aber das war es wohl nicht, was die Kelten anlockte, als sie diesen Wall im ersten Jahrhundert vor Christi errichteten. Schon eher die nähere Umgebung. In drei Richtungen bin ich umgeben von den Höhen des Schwarzwalds. Nur Richtung Westen weitet sich das Dreisamtal. Das mag einen Schutz vor Angriffen geboten haben. Zwei Flüsschen, Wagensteinbach und Höllenbach schlängeln sich in unmittelbarer Nähe durch den steinigen Boden und sorgen für Zugang zu frischem Wasser. Vielleicht war auch das für die Standortwahl nicht ganz unbedeutend. Möglicherweise spielte auch die Nähe zum heutigen Breisach eine Rolle, wo sich ein keltischer Fürstensitz befand.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Ich frage mich: Wieviel Arbeit war notwendig, um diesen Wall zu errichten? Wieviel Energie haben die einstigen Bewohner dieses Tals eingesetzt, um ihn zu bauen? Wieviele andere Aufgaben mussten deswegen liegen bleiben?  Es muss ein immenses Vorhaben gewesen sein. Der Wall erreicht eine Höhe von bis zu 15 Metern und erstreckt sich über mehr als sechs Kilometer. In seinem Inneren befindet sich das ursprüngliche Bauwerk der Kelten, eine sog. "Murus Gallicus", eine Befestigung aus Holz und Steinen. Innerhalb des Gebiets des Schutzwalls konnten die Archäologen keine Spuren einer Zivilisation finden. Die eigentliche keltische Siedlung Tarodunum befand sich etwas entfernt. Sie war ein bedeutendes Wirtschaftszentrum  aus der Zeit zwischen 150 v. Chr. bis 80 v. Chr mit weitreichenden Handelsverbindungen. Deswegen vermutet man heute, dass die Kelten hier einen Fluchtort, eine Schutzanlage bauten.  Aber warum diese riesigen Ausmaße? Wovor hatten die Kelten Angst, um einen derartigen Aufwand zu betreiben?
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war ein gigantisches Projekt, das die Kelten an dieser Stelle in Angriff nahmen. Und es wurde nicht fertig. Bei Ausgrabungen haben die Historiker festgestellt, dass der Bau der Schutzmauer abgebrochen wurde. Aus irgendeinem Grund wurden die Kelten gestört. Ob die Fluchtburg jemals genutzt wurde, wissen wir nicht. Irgendwann verlieren sich die Spuren unserer keltischen Vorfahren im Dreisamtal. Vielleicht wurden sie im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen mit anderen Stämmen vertrieben. Vielleicht hat sich Angst unserer keltischen Vorfahren, die zum Bau der Befestigung führte, als berechtigt erwiesen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt mehr Fragen als Antworten. Sicher ist, dass sie sich auch nach ihrer Vertreibung aus dem Dreisamtal nicht in Luft aufgelöst haben. Nicht wenige Kelten werden sich in die unwirtlichen und schwer erreichbaren Höhen des Schwarzwalds zurückgezogen haben. Und wer weiß - vielleicht fließt auch in unseren Adern noch der eine oder andere Tropfen keltischen Bluts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer über das Leben unserer keltischen Vorfahren mehr erfahren und über ihre Motive spekulieren will, der kann dies ohne großen Aufwand am Ort des Geschehens tun. Ein ungefähr sieben Kilometer langer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.dreisamtal.de/tour/tarodunum-rundweg-47b3572e69" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Tarodunum Rundweg
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            führt den Besucher um die vorhandenen Reste der Befestigungsanlage. Hinweistafeln geben Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           es Schwarzwald Tourismus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Jan 2020 15:29:30 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Kalte Herzen" von Julia Heinecke - ein Schwarzwaldroman ohne Weichzeichner</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/schwarzwaldroman-ohne-weichzeichner</link>
      <description>Ein Tipp für alle, die wissen wollen, wie die Menschen vor 70 Jahren auf einem Schwarzwälder Bauernhof lebten.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Als Magd auf einem Schwarzwälder Bauernhof vor 70 Jahren
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/goat-1617132_1920.jpg" length="526700" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 12 Jan 2020 05:41:41 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Warum ist Geschichte manchmal so langweilig?</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/warum-ist-geschichte-manchmal-so-langweilig</link>
      <description>Bei Geschichte scheiden sich die Geister: hochinteressant oder todlangweilig. Warum ist das so? Und was können wir tun, dass Museen, Bücher und Geschichtsunterricht die Menschen erreichen?</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Schwarzwald-Geschichte - gähn ?
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/7830.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Thema Geschichte scheiden sich die Geister: Helle Begeisterung trifft auf genervtes Desinteresse. Das ist auch beim Thema Schwarzwald-Geschichte so.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum eigentlich? Geschichtsmuffel bringen ihren Widerwillen auf die einfache Formel: "Das sind doch alte Kamellen - was hat das denn mit mir zu tun?" Stimmt das? Natürlich nicht! Die Art und Weise wie wir heute leben ist nichts weniger als das Kondensat aus dem Leben unserer Vorfahren. Unser Leben ist geprägt von Erfindungen und Entdeckungen unserer Vorfahren. Unser Denken, Fühlen und Handeln entwickelte sich aus dem, was unseren Eltern, Großeltern und den Generationen davor wichtig war: Sei es, dass wir uns davon abgrenzen, sei es, dass wir Werte der Vergangenheit übernehmen. Was wir essen, wie wir sprechen, welche Musik wir hören - all das ist das Ergebnis einer jahrtausendealten Entwicklung. Geschichte hat also sehr viel mit uns zu tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Aber dennoch - Geschichte ist nicht immer spannend, zumindest das müssen auch die Freunde des Historischen zugeben. Nicht jedes Buch wird zum Page-Turner, nicht jedes Museum zieht uns in seinen Bann. Mir zum Beispiel geht es so, dass meine Kapazität zur Aufnahme geschichtlicher Fakten sehr begrenzt ist: Wenn ich fünf Jahreszahlen lese, habe ich die erste schon wieder vergessen. Und wenn ich Abhandlungen über Herrschaftsdynastien lese, dann habe ich schnell den Überblick verloren, wer wann wen geheiratet und mit wem Krieg geführt hat.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Aber die Grundfrage aller historischen Betrachtungen bleibt spannend: Was wäre eigentlich gewesen, wenn ich vor 200, 500 oder 1000 Jahren geboren worden wäre? Was wäre ich für ein Mensch? Wie hätte ich mich gefühlt, was hätte ich getan? Oder auf den Schwarzwald bezogen: Wie wäre mein Leben gewesen als Hinterzartener Bauer im Dreißigjährigen Krieg? Was hätte ich getan in einem der vielen Pestjahre in Freiburg? Wäre ich glücklich geworden als Mönch im Kloster Hirsau?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, diese Herangehensweise haben wir manchmal verlernt. Jahreszahlen sind wichtig, aber sie sagen nichts über das Leben der Menschen, ihre Sorgen, ihre Freude oder ihren Alltag. Das Leben der Grafen zu Fürstenberg und der Zähringer Herzöge hat natürlich die Entwicklung des Schwarzwalds geprägt. Aber war es für die große Mehrheit der Schwarzwälder wirklich entscheidend, welches Haus gerade die Oberhand hatte? Wenn wir sehen, wie unseresgleichen sein Leben fristete, mit Krieg und Krankheit umgehen musste und versuchte, sein kleines Glück zu finden, dann kommt Geschichte uns nahe. Und dann ist der Weg nicht mehr weit, mehr darüber zu verstehen, warum wir so sind, wie wir sind.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 26 Dec 2019 05:20:47 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>900 Jahre Stadt Freiburg - Ausstellung im Augustinermuseum</title>
      <link>https://www.schwarzwald-geschichte.de/900-jahre-stadt-freiburg-ausstellung-im-augustinermuseum</link>
      <description>Beschreibung der Ausstellung "freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt" des Augustinermuseums Freiburg</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Freiburger Stadtgeschichte zum Anfassen
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/371f7f416f144ff284229a0fbcd547bf/dms3rep/multi/DSC00230.JPG"/&gt;&#xD;
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&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Gar nicht so einfach das Vorhaben der Ausstellungsmacher im Augustinermuseum: 900 Jahre Stadtgeschichte in zwei Ausstellungsräumen: Was ist das wichtigste? Was soll bleiben aus vergangenen Zeiten? Und was wird weggelassen? Um es vorwegzunehmen: Der Versuch ist gelungen! Die Ausstellung "freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt" macht erst gar nicht den Versuch, alle wichtigen Ereignisse von 1120 bis heute darzustellen. Die Ausstellung wirft einige Schlaglichte auf die Freiburger Geschichte - mehr kann sie gar nicht tun.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Was mir gefällt am Konzept der Ausstellung: Im Mittelpunkt stehen nicht die Herrscher der Stadt, nicht Urkunden und Machtsymbole, sondern der Alltag der Menschen: Wie haben sie gearbeitet? Was haben sie gegessen? Woran haben sie geglaubt. Anhand verschiedener archäologischer Funde wird spürbar, was für unsere Vorfahren anders war als für uns.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Beeindruckend plastisch sind die großflächigen dreidimensionalen Darstellungen des Stadtlebens aus dem Mittelalter. Wie sah ein Tag am Fischmarkt aus? Oder der Bau der Stadtmauer? Ebenfalls sehr gelungen: Die Nachzeichnung einzelner Freiburger Biografien alleine auf der Grundlage von Knochenfunden auf dem früheren Freiburger Friedhof auf dem Münsterplatz.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Manch archäologischer Fund aus der Ausstellung mag gar nicht so spektaktulär sein, aber er macht Ereignisse sicht- und fühlbar, die für uns heute schwer zu begreifen sind. Zum Beispiel die geschmolzenen Apothekerflaschen, die den Horror der Bombennacht des 27. November 1944 darstellen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wer in das Jubiläumsjahr 2020 starten will, der findet im Augustinermuseum einen guten Ausgangspunkt. Eigentlich schade, dass nicht mehr Raum für das Konzept zur Verfügung stand.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zur Ausstellung werden u.a. zahlreiche Führungen sowie ein Audioguide für Kinder angeboten. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro und umfasst das gesamte Museum. Die Ausstellung kann bis zum 4. Oktober 2020 besucht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der
           &#xD;
      &lt;a target="_blank" href="https://www.freiburg.de/pb/1430498.html"&gt;&#xD;
        
            Seite der Stadt Freiburg
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           .
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 22 Dec 2019 05:43:19 GMT</pubDate>
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